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Iznik-Basilika soll erstes türkisches Unterwasser-Museum werden

Luftaufnahmen des Iznik-Sees im Nordwesten der Türkei. Wissenschafter machten hier im vergangenen Jahr eine aufsehenerregende Entdeckung: Unter der

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Iznik-Basilika soll erstes türkisches Unterwasser-Museum werden

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Luftaufnahmen des Iznik-Sees im Nordwesten der Türkei. Wissenschafter machten hier im vergangenen Jahr eine aufsehenerregende Entdeckung: Unter der Wasseroberfläche fanden sie die Ruine einer Basilika aus dem Byzantinischen Reich.

“Wir befinden uns über der 1.600-Jahre-alten Iznik-Basilika. Sie zählt zu den zehn wichtigsten und sensationellsten Entdeckungen der Welt. Bald soll sie Touristen zugänglich gemacht werden”, erklärte euronews-Reporterin Gizem Adal vor Ort.

Die Basilika wurde zu Ehren des Heiligen Neophytos errichtet, der im 3. Jahrhundert bei den römischen Christenverfolgungen im damaligen Nicäa getötet wurde. Jetzt soll hier ein Unterwasser-Museum entstehen. Dafür gibt es bereits die Zustimmung des Ministeriums für Kultur und Tourismus. Ausgeführt wird das Projekt von der Großstadt Bursa, die zum UNESCO-Welterbe gehört. “Unser Ziel ist es, den Ort für Jedermann zugänglich zu machen. Wir wollen die Basilika mit von einer Art Glaskuppel umgeben, damit Touristen hineingehen und die Geschichte hautnah miterleben können. Das Projekt soll in zwei Jahren abgeschlossen sein”, erklärte Recep Altepe, der Bürgermeister von Bursa.

Die dreischiffige Basilika wurde laut Archäologen bei einem schweren Erdbeben um 740 zerstört und dann überflutet. Wissenschaftler vermuten, dass sie der Tagungsort des ersten christlichen Konzils von Nicäa war, bei dem das Wesen Jesu Christi festgelegt wurde.