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Ägypten: Airbusabsturz und die Folgen

Äußerlich unbekümmert besuchen britische Touristen antike Stätten im ägyptischen Luxor. Sie sind nach eigenen Angaben nur leicht besorgt, nachdem

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Ägypten: Airbusabsturz und die Folgen

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Äußerlich unbekümmert besuchen britische Touristen antike Stätten im ägyptischen Luxor. Sie sind nach eigenen Angaben nur leicht besorgt, nachdem Flugverbindungen aus ihrer Heimat nach Scharm-el-Scheich gestrichen wurden. Viele wollten an ihrem Besichtigungsprogramm festhalten.

Meinung

Es gab keine Störungen im Ablauf

Andere Briten können hoffen, im Laufe des Freitags von ihren Fluglinien ausgeflogen zu werden. Das britische Außenmninisterium erklärte, ein britisches Team und auch britisches Militär seien vor Ort, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.

Im euronews-Interview äußert sich der ehemalige ägyptische Geheimdienstoffizier Mahmoud Zaher zu den Entwicklungen nach dem Flugzeugabsturz auf der Sinai-Halbinsel:

“Wir haben internationalen Delegationen aus Russland, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Deutschland und anderen Ländern Fotos und Dokumente aus den laufenden Untersuchungen vorgelegt. Daraus geht hervor, dass vor dem Start für die Passagiere, das Gepäck und für das Flugzeug alle externen und internen Sicherheitsbestimmungen eingehalten wurden. Es gab keine Störungen im Ablauf.”

Die Regierung in Kairo wies Vermutungen über einen Anschlag zurück. Aus dem MInisterium für zivile Luftfahrt hieß es, die Ermittler hätten dafür bisher keine Belege gefunden.

Mahmoud Zaher vermutet tieferliegende Gründe:

“Es gibt einen internationalen Konflikt zwischen den USA und Russland und auch die Beziehungen zwischen Ägypten und Saudi-Arabien sowie zwischen Ägypten und Russland sind zu berücksichtigen. Es könnte sich auch um eine Verschwörung handeln, um den Tourismus in Ägypten zu treffen oder um die Unterstützung terroristischer Gruppen zu beeinflussen.”

Ein Anschlag auf einen Ferienflieger wäre verheerend für die ägyptische Tourismusbranche. Sie ist einer der wichtigsten Devisenbringer des Landes.

euronews-Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim kommentierte in Kairo:

“Die Entwicklung der ägyptischen Position nach den Erklärungen aus Großbritannien und den USA lässt sich hier am Boden durch strengere Sicherheitschecks an den ägyptischen Flughäfen nachverfolgen. Gleichzeitig weisen die agyptischen Behörden daraufhin. dass diese Maßnahmen nichts mit einem im Raum stehenden Terroranschlag zu tun haben. In Bezug darauf müssten die Ermittlungen abgewartet werden.”