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Britisches Außenministerium schließt Bombentheorie nicht aus

Aus welchem Grund das russische Pasagierflugzeug am Samstag auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel verunglückte, ist nach wie vor Gegenstand von

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Britisches Außenministerium schließt Bombentheorie nicht aus

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Aus welchem Grund das russische Pasagierflugzeug am Samstag auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel verunglückte, ist nach wie vor Gegenstand von Ermittlungen.

Nach Ansicht des britischen Außenministeriums sei nicht ausgeschlossen, dass eine Bombe den Airbus abstürzen ließ:

“Wir kommen zu der Schlussfolgerung, dass eine erhebliche Möglichkeit besteht, dass der Absturz durch einen Sprengkörper an Bord des Flugzeuges verursacht wurde”, so Außenminister Philip Hammond.

Auf einer Sitzung des britischen Krisenausschusses COBRA kam das Thema ebenfalls zur Sprache. Folge Maßnahme wurde beschlossen: “Wir haben entschieden, dass wir unsere Reiseempfehlung ändern müssen. Wir raten von allen Flugreisen von und ab dem Flughafen Scharm el-Scheich ab, die nicht unbedingt nötig sind. Das bedeutet, dass ab jetzt keine britischen Passagiermaschinen mehr nach Scharm el-Scheich fliegen werden”, erläuterte Hammond.

Eine Reisewarnung für den Ort Scharm el-Scheich gab das britische Außenministerium allerdings nicht heraus. Einige Touristen ließen sich ihren Urlaub ohnehin nicht verderben: “Ich komme seit 1981 nach Ägypten”, sagt eine Britin. “Ich war hier kurz nach dem Anschlag auf Touristen im Jahr 1997, und ich werde immer wieder kommen.”

“Ich halte das für eine sehr schlechte Entscheidung, denn so etwas kann heutzutage überall auf der Welt geschehen”, so eine weitere Reisende zum Entschluss des britischen Außenministeriums.

Der Fremdenverkehr ist für Ägypten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der im Süden des Sinai gelegene Ort Scharm el-Scheich ist eines der beliebtesten Ferienziele in dem nordafrikanischen Land.