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Russland bestätigt Stationierung von Raketen in Syrien

Russland hat in Syrien auch Raketen stationiert. Das bestätigte der Kommandeur der Luftwaffe in der Zeitung “Komsomolskaja Prawda”. Diese Raketen

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Russland bestätigt Stationierung von Raketen in Syrien

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Russland hat in Syrien auch Raketen stationiert. Das bestätigte der Kommandeur der Luftwaffe in der Zeitung “Komsomolskaja Prawda”. Diese Raketen sollten die russischen Soldaten dort schützen, sagte Wiktor Bondarjew.

Meinung

"Wir müssen darauf vorbereitet sein."

Als Begründung nannte der General, Aufständische könnten Kampfflugzeuge kapern und damit russische Truppen angreifen. Man müsse auf alles vorbereitet sein.

Bondarjew sprach von gut fünfzig Flugzeugen und Hubschraubern, die Russland in Syrien stationiert habe: Mehr brauche man für diesen Einsatz nicht.

Den Einsatz der USA und ihrer Verbündeten gegen die Islamisten in Syrien und Irak bezeichnete er als Attrappe, als “Imitation eines Kampfes gegen den Terrorismus”. Die IS-Miliz habe ihr Gebiet trotz der Angriffe immer weiter ausgedehnt.

Die russischen Raketen beunruhigen jedoch die USA und ihre Verbündeten; sie verweisen bisher darauf, dass die Aufständischen keine Luftwaffe hätten, man gegen sie also auch keine Raketen brauche.

Darüberhinaus missfällt der ganze russische Einsatz den USA. Man selber habe mit Russland nur die allernötigste Zusammenarbeit, um Konflikte in der Luft zu verhindern, sagt Victoria Nuland, im Außenministerium zuständig für Europa und Eurasien.

Um zu einer positiven Zusammenarbeit zu kommen, sagt sie weiter, müsste Russland unter anderem die IS-Miliz angreifen und das Gemetzel im Westen Syriens einstellen.

Eine gemeinsame Strategie könne es nur geben, so Nuland, wenn die Russen einer Waffenruhe zustimmten, dazu einer Übergangsregierung und einer Entscheidung über den Abtritt von Machthaber Baschar Assad.

Die USA werfen Russland vor, es greife fast nur die gemäßigten Aufständischen an, mit denen Amerika zusammenarbeitet.

Die für den Nahen Osten zuständige Diplomatin im Außenministerium, Anne Patterson, sprach davon, dass 85 bis 90 Prozent der russischen Angriffe auf gemäßigte Aufständische zielten.

Russland erklärt aber weiterhin das Gegenteil und erklärt, sein Angriffsziel in Syrien seien nur der IS und andere Islamistenmilizen.

Allerdings sieht Russland auch gemäßigte Rebellen als Terroristen an, da sie mit Waffen gegen die aus seiner Sicht weiterhin rechtmäßige Regierung kämpfen.