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Forscher finden Erklärung für Schicksal der Mars-Atmosphäre

Der Mars hatte einst eine viel dichtere Atmosphäre und war der Erde deutlich ähnlicher als jetzt: Für diese Theorie hat nun die Raumsonde Maven neue

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Forscher finden Erklärung für Schicksal der Mars-Atmosphäre

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Der Mars hatte einst eine viel dichtere Atmosphäre und war der Erde deutlich ähnlicher als jetzt: Für diese Theorie hat nun die Raumsonde Maven neue Anhaltspunkte geliefert.

“Auf die Frage, was mit der Mars-Atmosphäre passiert ist, kann ich Bob Dylan zitieren”, so der Leiter des Mars-Forschungsprogramms der NASA, Michael Meyer: “The answer, my friends, is blowing in the wind.”

Die Antwort liege in den Sonnenwinden, sagte Meyer. Starke Teilchenstürme erodieren die zarte Mars-Atmosphäre offenbar regelrecht. Die Maven-Sonde, die roten Planeten seit 2014 umkreist, hatte während eines solchen Sturms Hinweise einen beschleunigten Schwund der Atmosphäre geliefert.

Die Erde ein Schutzschild gegen diese periodischen Ereignisse: ihr Magnetfeld. Dem Mars aber fehlt eine solche Abschirmung. Die Forscher gehen davon aus, dass die Mars-Atmosphäre schon vor 4,2 bis 3,7 Milliarden Jahren stark ausgedünnt wurde: In dieser Zeit war die Sonnenaktivität und damit die Strahlungs- und Teilchenintensität besonders hoch.

Das Bild eines einst durchaus lebensfreundlichen roten Planeten erscheint Forschern damit immer plausibler. Anderen Mars-Missionen hatten in den vergangenen Jahren weitere Indizien für das einstige Vorhandensein flüssigen Wassers auf dem Mars gebracht. Ein Großteil des Wassers könnte mit dem Schwund der Atmosphäre ebenfalls entkommen sein.

“Der Mars scheint in der Vergangenheit alle Voraussetzungen für Leben erfüllt zu haben”, so Maven-Forschungsleiter Bruce Jakosky. “Deshalb drängt sich die Frage einfach auf, ob es dort jemals Leben gab, und falls ja, ob es genetisch mit dem irdischen Leben verwandt oder eines unabhängigen Ursprungs war. Diese Fragen, sowie die über das Klima und die Geschichte des Planeten, werden im Zentrum der zukünftigen Erforschung stehen.”