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Messerattacken auf Israelis im Westjordanland

Fast jeden Tag kommt es zu neuen Attacken auf Israelis - Messer, Schusswaffen oder Autos setzen die Palästinenser dabei ein. Letztlich ist es eine neue Form der Selbstmordanschläge, denn meistens we

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Messerattacken auf Israelis im Westjordanland

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Die Welle palästinensischer Anschläge auf Israelis im Westjordanland reißt nicht ab. Eine Palästinenserin stach am Morgen auf einen israelischen Sicherheitsmann ein. Der Angriff ereignete sich am Eingang der Siedlung Beitar Illit im Westjordanland. Der Wächter habe die Frau daraufhin erschossen, teilte die Armee mit.

Danach wurde ein Israeli nach Medienberichten beim Einkaufen in dem palästinensischen Dorf Nabi Elias von zwei Männern mit Messern angegriffen und verletzt.

Im nördlichen Westjordanland rammte ein Palästinenser eine Gruppe von Israelis mit seinem Auto. Zwei junge Israelis wurden dabei nach Polizeiangaben schwer verletzt. Sicherheitskräfte hätten das Feuer auf den Fahrer eröffnet.

Seit Anfang Oktober sind nach Angaben des Außenministeriums in Jerusalem zehn Israelis bei palästinensischen Anschlägen mit Stich- und Schusswaffen sowie Autos getötet worden. Als ein Auslöser der Gewalt gelten ein Streit um die Besuchs- und Nutzungsrechte des Tempelbergs in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist, sowie Frustration der Palästinenser über die fortwährende israelische Besatzung und den Siedlungsausbau.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besucht am Montag US-Präsident Barack Obama in Washington, um die angeschlagenen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu reparieren. Es ist der erste Besuch von Netanjahu im Weißen Haus seit der Unterzeichnung des von ihm scharf kritisierten Atomdeals der Weltmächte mit dem Iran.