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Trauer um die Toten, Hoffnung für die Überlebenden der Brandkatastrophe von Bukarest

Rumänische Krankenhäuser mit der Behandlung der Brandopfer überfordert

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Trauer um die Toten, Hoffnung für die Überlebenden der Brandkatastrophe von Bukarest

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Vor dem Nachtclub in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, dem Schauplatz des verheerenden Brandes vor einer Woche, haben die Menschen eine Trauerfeier für die Dutzenden Toten abgehalten. Etwa 400 waren auf einem Konzert in dem Club, als das Feuer ausbrach, an die Hundert von sind immer noch im Krankenhaus. Viele haben kaum eine Chance zu überleben.

“Die Lage ist kritisch”, sagt der rumänische Gesundheitsminister Raed Arafat. “Der Zustand einiger Patienten ist nicht stabil. Bei manchen hat er sich sehr plötzlich verschlechtert, teilweise während des Transports.”

Die rumänischen Krankenhäuser seien überfüllt, so der Minister. Die Ärzte seien überfordert. Und so werden immer wieder Schwerverletzte ausgeflogen, um in Nord- und Westeuropa behandelt zu werden.

Behandlung verweigert

Doch auch das läuft offenbar nicht reibungslos. So soll dem Schlagzeuger der Band Goodbye to Gravity, die an diesem Abend in dem Club gespielt hatte, die Behandlung in einem französischen Krankenhaus verweigert worden sein, berichtet die rumänische Agentur Mediafax. Grund dafür sei eine mangelnde Krankenversicherung gewesen.

Inzwischen ist der Schlagzeuger gestorben, zwei weitere Bandmitglieder waren schon zuvor ihren Verletzungen erlegen. Eines der Lieder, die Goodbye to Gravity an dem Abend der Katastrophe gespielt hatten: The Day We Die – Der Tag, an dem wir sterben.