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Iran will den Safran-Markt erobern

Wir sind im Nordwesten des Irans in der Provinz Khorasan. Hier wird Safran angebaut, die Blume, aus der das gleichnamige Gewürz hergestellt wird. Der

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Iran will den Safran-Markt erobern

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Wir sind im Nordwesten des Irans in der Provinz Khorasan. Hier wird Safran angebaut, die Blume, aus der das gleichnamige Gewürz hergestellt wird. Der Iran ist der weltweit größte Safranproduzent. Derzeit werden in Khorasan die Blumen geerntet. Die Blätter dienen zum Färben, aus den Stempeln wird das Gewürz gewonnen.

Rasoul Bolbol, Leiter einer Safran-Plantage: “Wir bauen hier ein gesundes Produkt in Bioqualität an, das leider von Zwischenhändlern exportiert wird. Sie verkaufen es unter ihrem Namen in andere Länder.”

Pro Jahr werden rund 200 Tonnen Safran produziert, mehr als 90 Prozent davon allein im Iran. Andere Hersteller sind Afghanistan oder Mittelmeerländer wie Italien und die Türkei. In Khorasan werden die Blumen auf den lokalen Märkten verkauft. Später werden Stempel und Blütenblätter getrennt und getrocknet, bevor sie in Fabriken wie dieser weiterverarbeitet und zum Verkauf verpackt werden. Nur 15 Prozent des Safrans bleiben im Land, der Rest geht in den Export.

Hadi Movahedan – Chairman der Torbat-e-Heydarieh Dried Nuts and Saffron Guild: “Jetzt, wo die Sanktionen weg sind, sollten wir genau planen können, wie wir verpackten Safran unter unserem Namen und direkt von hier aus in andere Länder exportieren können.”

Zwar wird im Iran viel Safran hergestellt, dennoch haben es iranische Marken schwer, auf dem Weltmarkt Fuß zu fassen. Das liegt zu einem an den inzwischen gelockerten oder aufgehobenen Sanktionen. Andererseits fehlt es im Iran am technischen Know-How und an einer Vertriebsstruktur, die Kunden direkter anspricht.

euronews-Reporter Javad Montazeri: “Irans Rotes Gold, der Safran, ist weltbekannt, dennoch haben iranische Marken noch nicht den Anteil am Weltmarkt erobert, den sie verdienen. Die Produzenten hoffen, dass sich dies ändern wird, wenn die Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden.”