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Myanmar-Wahl: Partei von Aung San Suu Kyi gewinnt offenbar haushoch

Nach der Parlamentswahl in Myanmar zeichnet sich ein haushoher Sieg der Oppositionspartei NLD ab – der Partei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San

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Myanmar-Wahl: Partei von Aung San Suu Kyi gewinnt offenbar haushoch

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Nach der Parlamentswahl in Myanmar zeichnet sich ein haushoher Sieg der Oppositionspartei NLD ab – der Partei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Meinung

"Ich hoffe, Suu Kyis Partei kann uns jetzt Freiheit bringen."

Laut Wahlkommission stehen bisher für das Unterhaus des Parlaments 54 Abgeordnete fest: Davon stellt die NLD 49. Für das Oberhaus sind noch keine Zahlen vorhanden.

Für die armeenahe Partei USDP, die bisher an der Macht war, stehen im Vergleich dazu bisher erst drei Parlamentssitze zu Buche.

In beiden Parlamentskammern werden drei Viertel der Abgeordneten gewählt (330 im Unterhaus, 224 im Unterhaus); die anderen werden von der Armee ernannt.

“Ich hoffe, die NLD kann uns Freiheit bringen”, sagt der 78-jährige Thein Aung in der früheren Hauptstadt Rangun. “Bisher habe ich nur Regierungen erlebt, die uns immer kontrolliert haben. Ich glaube, das wird jetzt anders, aber ich bin mir noch nicht sicher. Jetzt hängt alles von der NLD ab.”

Das südostasiatische Land, auch bekannt als Birma oder Burma, war jahrzehntelang überwiegend eine Militärherrschaft.

Suu Kyis Partei gewann 1990 schon einmal haushoch, die Armee erkannte ihren Sieg dann aber nicht an. Suu Kyi verbrachte danach die meisten Jahre unter Hausarrest.

Sie will jetzt Regierungschefin werden, wie sie es vor der Wahl für den Fall eines Siegs angekündigt hatte.

Wie genau, ist unklar, denn die Verfassung verwehrt ihr das Präsidentenamt, weil ihre Kinder ausländische Pässe haben. In Myanmar regiert ähnlich wie in den USA der Staatspräsident das Land.