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Entsetzen über den Doping-Skandal hält an

Die Doping-Enthüllungen in der Leichtathletik sind einer der größten Skandale der Sportgeschichte. Atheltinnen wie Alysia Montano, amerikanische

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Entsetzen über den Doping-Skandal hält an

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Die Doping-Enthüllungen in der Leichtathletik sind einer der größten Skandale der Sportgeschichte. Atheltinnen wie Alysia Montano, amerikanische 800-Meter Läuferin fühlen sich betrogen. Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau wurde sie Vierte mit einem Rückstand von vier Hundertsteln zur Bronze-Medaille:

“Niemand kann mir die Siegesfeier zurückgeben. Niemand kann mir die Feier mit meiner Familie ersetzen. Der Moment als meine Fahne gehisst wurde, als ich stolz dort Stand und mein Land repräsentierte fand nicht statt. Niemand kann mir das ersetzten. Das ist Diebstahl”.

Tatyana Lebedeva, Vizepräsidentin des russischen Leichtathletikverbandes sucht nach Ausreden und globalsiert das vorerst russische Problem:

“Der Aufruf alle russischen Athleten zu sperren kam sehr überraschend und ist sehr einseitig. Der Skandal betrifft die ganze Sportwelt, nicht nur Russland, auch Kenia, Afrika und Europa. Es ist ein globales Problem und wir sollten das gemeinsam lösen”.

Sponsoren und Berater wie Nigel Currie geraten in Sorge, angesichts möglicher finanzieller Einbußen bei den olympischen Spielen:

“Die Olympischen Spiele haben schon Boykotte überlebt, aber wir sind in einer modernen Welt und die Zuschauer wollen die Top-Athleten aus allen Ländern sehen.”

Das IOC hat mittlerweile angekündigt den Entzug von olympischen Medaillen zu prüfen und forderte den Leichtathletik-Weltverband auf, disziplinarische Maßnahmen gegen alle verdächtigen Athleten, Trainer und Funktionäre einzuleiten.

Auch der Ausschluss russischer Athleten von den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro wird offen diskutiert.