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Über dem Acker, die Drohne

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Über dem Acker, die Drohne

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So sieht Landwirtschaft im 21. Jahrhundert aus: Laptop, Smartphone und Drohne wachen über den Acker. Hubertus Paetow, Vorstandsvorsitzender der

So sieht Landwirtschaft im 21. Jahrhundert aus: Laptop, Smartphone und Drohne wachen über den Acker. Hubertus Paetow, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, ist ein solcher Hightech-Bauer. Die Drohne gehört fest zu seinem Maschinenpark und kommt regelmäßig auf den Kornfeldern
in Mecklenburg–Vorpommern zum Einsatz, ausgerüstet mit einer Digitalkamera und vom Handy gesteuert.

Hubertus Paetow: “Ich kann jetzt quasi den Umriss meines Feldes auf dem Handy einzeichnen.Das muss ich nur grob tun. Und die App rechnet dann automatisch den optimalen Flugweg für die Drohne aus und berücksichtigt dabei auch, dass ich möglichst kurze Wege haben will.”

Aus der Luft erkennt der Landwirt Dinge, die ihm sonst verborgen blieben. Die Bilder der Drohne liefern präzise Informationen über den Zustand der Felder, die Paetow am Computer auswertet.

Hubertus Paetow: “Helle Flecken bedeuten Mäusebefall, den kann man bekämpfen, wenn man genau weiß, wo die Mäuse tätig sind. Hier sehen wir einen Bereich, in dem gelbe Flecken anzeigen, dass Läusebefall ist. Diesen Bereich haben wir im Herbst nicht gegen Läuse behandelt, deshalb ist dort der Schaden zu sehen. Auf dem restlichen Schlag haben wir durch eine Insektizidmaßnahme diesen Schaden verhindern können. Man sieht hier auch zum Beispiel eine feuchte Stelle, ein Boden, der jetzt auch noch feucht erscheint. Da kann es lohnen, eine Entwässerungsmaßnahme durchzuführen zum Beispiel durch Drainage.”

Der Einsatz der Drohne ist nur ein Beispiel für die Digitalisierung der Felder. Einen Überblick über moderne Landwirtschaftsmethoden liefert bis zum 14. November die weltgrößte Fachmesse für Landtechnik Agritechnica in Hannover.