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Amoklauf in Jordanien: Hunderte bei Begräbnis eines möglicherweise radikalisierten Polizisten

In Jordanien haben hunderte Menschen an der Beerdigung eines Polizisten teilgenommen, der am Montag in einem Trainingszentrum östlich von Amman fünf

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Amoklauf in Jordanien: Hunderte bei Begräbnis eines möglicherweise radikalisierten Polizisten

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In Jordanien haben hunderte Menschen an der Beerdigung eines Polizisten teilgenommen, der am Montag in einem Trainingszentrum östlich von Amman fünf Menschen getötet hatte. Dabei skandierten die Anwesenden amerikafeindliche Parolen.

Bei seinen Opfern handelte es sich um zwei Amerikaner, zwei Jordanier und einen Südafrikaner, die dort als Polizeiausbilder oder Übersetzer tätig waren. Nach dem Amoklauf in der Kantine während der Mittagspause wurde der Angreifer schließlich selbst erschossen.

Ermittler gehen derzeit Hinweisen auf ein mögliches islamistisches Motiv des 29-jährigen nach. Aus Ermittlerkreisen heißt es, der Mann habe sich möglicherweise radikalisiert. Darauf deute unter anderem eine WhatsApp-Nachricht hin, in der der Mann ankündigte, entweder in die Hölle oder das Paradies zu gehen. Seine Tat verübte er am zehnten Jahrestag mehrerer Al-Qaida-Anschläge auf Hotels in Amman.

Als Absolvent einer Elite-Polizeischule hatte der Polizeikapitän ein verhältnismäßig privilegiertes Leben geführt. Sein Antrag auf vorzeitige Entlassung aus persönlichen Gründen wurde aber abgelehnt.

Seine Familie beschreibt den zweifachen Vater als fromm, aber nicht radikal. Sie glauben an eine Verschwörung der jordanischen und amerikanischen Regierung.