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Das erste Mal immer später: Sex und Moral in Deutschland

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Das erste Mal immer später: Sex und Moral in Deutschland

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Jugendliche zwischen 14 und 25 in Deutschland haben immer später den ersten Sex oder zumindest ist der Trend zum immer früheren “ersten Mal” gestoppt. Das ist eine Erkenntnis der Studie Jugendsexualität 2015, die an diesem Donnerstag veröffentlicht wurde. “Annahmen, wonach immer mehr junge Menschen immer früher sexuell aktiv werden, bestätigen sich nicht”, erklärte die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Heidrun Thaiss.
Viele Jugendliche warten heutzutage auf die oder den “Richtigen”.

Besonders Mädchen aus Familien mit Migrationshintergrund haben auch Angst vor den Eltern und führen moralische Gründe an, warum sie vor der Ehe keinen Sex haben wollen.
Bei deutschen Jugendlichen spielen diese Moralvorstellungen kaum eine Rolle. 90 Prozent aller deutschen Mädchen (ohne Migrationshintergrund) haben mit 19 erste sexuelle Erfahrungen gemacht. Bei den 19-jährigen Frauen mit ausländischen Wurzeln sind es weniger, nâmlich 61 Prozent.

73 Prozent der jungen Leute unter 25 benutzen beim ersten Sex ein Kondom. Diese Verhütungsmethode liegt vor der Pille. “Es ist eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung, dass Jugendliche schon bei den ersten Sexualkontakten ganz besonders auf das Schutzverhalten achten”, sagte die BZgA-Leiterin.

Generation Porno gibt es nicht schreibt die Süddeutsche Zeitung.