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Krise in Burundi: Belgien fordert Bürger zur Ausreise auf

Der UN-Sicherheitsrat hat wegen der bedrohlichen Lage im ostafrikanischen Burundi ein sofortiges Ende der Gewalt gefordert. Der Rat verabschiedete

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Krise in Burundi: Belgien fordert Bürger zur Ausreise auf

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Der UN-Sicherheitsrat hat wegen der bedrohlichen Lage im ostafrikanischen Burundi ein sofortiges Ende der Gewalt gefordert.

Meinung

Möglich sind Sanktionen, politische oder friedenssichernde Maßnahmen

Der Rat verabschiedete einstimmig eine Resolution, die Strafmaßnahmen ankündigt, wenn Regierung und Opposition nicht der Gewalt abschwören. Zudem sollen sofort UN-Beobachter entsendet werden.

Als Auslöser der Krise gilt Präsident Pierre Nkurunziza, der sich entgegen der Verfassung im vergangenen Juli für eine dritte Amtszeit wiederwählen ließ.

Der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft sagte in New York:

“Im schlimmsten Fall könnte es zu einem Völkermord kommen. Deshalb müssen wir alles in unserer Macht stehende tun, um das zu verhindern. Den Vereinten Nationen und ihrem Generalsekretär stehen dazu mehrere wichtige Werkzeuge zur Verfügung. Das können Sanktionen, politische oder friedenssichernde Maßnahmen sein.”

Wie im Nachbarland Ruanda gibt es auch in Burundi Spannungen zwischen den Völkern der Hutu und der Tutsi.

Das belgische Außenministerium forderte seine Staatsbürger auf, Burundi umgehend zu verlassen. Seit Oktober habe sich die Lage in der früheren belgischen Kolonie noch einmal verschlechtert.

Es habe zuletzt sogar Drohungen gegen belgische Staatsbürger gegeben.

In den vergangenen Monaten wurden in Burundi mehrere hundert Menschen getötet, rund 200.000 der zehn Millionen Einwohner flohen ins Ausland.

Ein Bürgerkrieg mit mehreren hunderttausend Todesopfern ging in Burundi erst vor einem Jahrzehnt zu Ende.

Am kommenden Montag werden sich auch die EU-Außenminister bei einem Treffen in Brüssel mit der Lage in Burundi beschäftigen.