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Neue Autobatterie auf Natriumbasis gewinnt "Innovation-Radar"-Preis

Eine neue Natriumbatterie für Elektroautos wurde von dem ungarischen Unternehmen Broadbit entwickelt.

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Neue Autobatterie auf Natriumbasis gewinnt "Innovation-Radar"-Preis

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In der Nähe eines Forschungszentrums in Dresden fährt ein ungarischer Phsysiker ein Elektroauto mit einem neuen Antrieb. Dieser wurde von der ungarischen Firma Broadbit entwickelt. Der Direktor des Unternehmens András Kovács erklärt:
“Wir möchten, dass die Elektroautos der Zukunft mit einer Batterie auf Natriumbasis fahren. Im Vergleich zu den bestehenden Batterien, sind unsere Natriumbatterien doppelt so leistungsfähig. Außerdem lädt die Batterie sehr schnell. Elektroautos brauchen nur fünf Minuten zum Aufladen.”

Julián López Gómez von euronews wollte wissen, was das Neue an dieser Autobatterie, die teilweise aus Salz hergestellt wird, ist.

András musste Starkstromzellen entwerfen und testen, die die Leistung, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Batterie erhöhen, bei gleichzeitig geringeren Produktionskosten als bei bereits existierenden Lithium-Ionen-Batterien.

András Kovács, Direktor von Broadbit: *“Die Elektroden der Batterie wurden in zwei Schritten entwickelt. Zuerst stellten wir die Anoden aus metallischem Natrium her. Es handelt sich also um die erste Batterie aus metallischem Natrium.
Dann entwickelten wir ein spezielles Trocken-Herstellungs-Verfahren. Das Trocknen von chemisch behandelten Kathoden in gebräuchlichen Batterien dauert bis zu drei Tagen. Das neue Verfahren beschleunigt den Produktionsprozess, da die Elektroden in trockenem Zustand hergestellt werden.”*

Die neue Batterie ist auch im portugiesischen Lissabon gewürdigt worden. András gewann den ersten “Innovation-Radar”-“Preis”:https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/innovation-radar, der Erfinder und Neuheiten mit hohem Potential in Europa auszeichnet.

Stavriana A. Kofteros von Startup Cyprus war Jurymitglied des “Innovation-Radar”-Preises:
“Um eine Revolution zu beginnen, um eine marktverändernde Technologie zu erfinden, braucht man eine Vision, die nichts und niemand aufhält. Man kann sich nicht nur auf kleine Schritte konzentrieren, die wenige Details von etwas Bestehendem verbessern. Eine großartige Innovation ist fähig, den Status Quo des Markts zu verändern. Um das zu erreichen, braucht man einen energiegeladenen, leidenschaftlichen und engagierten Erfinder.”

Die “Innovation-Radar”-Initiative wird von der Europäischen Kommission unterstützt, um Erfinder zu fördern.

Roberto Viola, Generaldirektor von DG Connect, Europäische Kommission:
“Wir brauchten diesen Preis, denn Exzellenz muss belohnt werden. Träume sind es wert ausgezeichnet und finanziell unterstützt zu werden. Wir müssen dahingehend zusammenarbeiten. Es ist wichtig, dass junge Forscher Herausforderungen haben. Man braucht Ideen, denn ohne kommt man nicht weit. Aber man braucht auch einen potenziellen Markt, das ist wichtig. Was Innovation betrifft, gehen diese beiden Dinge Hand in Hand. Eine gute Idee und wie man diese Idee gekonnt auf den Markt bringt.”

Wie für viele andere europäische Erfinder, ist das auch der Fall für András:
“Wir haben die Forschung im Labor beendet. Wir sind gerade dabei, unseren Versuchs-Produktionsbetrieb zu bauen, der nächstes Jahr fertig sein sollte. Wir hoffen in zwei bis drei Jahren das Produkt auf den Markt zu bringen und elektrische Fahrzeuge und Flugzeuge damit auszustatten. Der genaue Zeitpunkt hängt dann von interessierten Investoren ab.”