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20-jähriger Franzose unter den getöteten Angreifern - ISIL übernimmt offiziell Verantwortung für Anschläge von Paris

Erklärung von ISIL im Internet veröffentlicht. Terroristen schlagen an sieben Orten gleichzeitig zu - Augenzeugen berichten von "Hinrichtungen" - Frankreich ruft den Ausnahmezustand aus

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20-jähriger Franzose unter den getöteten Angreifern - ISIL übernimmt offiziell Verantwortung für Anschläge von Paris

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Unter den getöteten Angreifern der Anschläge von Paris ist ein dem französischen Geheimdienst bekannter Franzose. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP. Es soll sich um einen 20 Jahre alten Mann handeln, den die Sicherheitskräfte identifizieren konnten.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat eine riesige Mobilisierung von Sicherheitskräften bekannt gegeben. Zugleich sind der Schock, die Aufregung und die Verunsicherung groß.

Die Terrororganisation ISIL hat offiziell die Verantwortung für die Anschläge von Paris übernommen. In einem Statement auf Arabisch und Französisch heißt es, “acht Brüder mit Sprengstoffgürteln” hätten die Anschläge verübt. «Dieser Überfall ist nur der erste Tropfen Regen und eine Warnung», hieß es in der Botschaft.
«Frankreich und jene, die seinem Pfad folgen, wissen, dass sie ganz oben auf der Liste der Ziele des Islamischen Staates stehen und dass der Geruch des Todes ihre Nasen nicht verlassen wird, solange sie ihren Kreuzzug fortführen, es wagen, unseren Propheten zu beleidigen […], stolz darauf sind, gegen den Islam Krieg zu führen und die
Muslime im Land des Kalifats mit ihren Flugzeugen anzugreifen».
Eine «treue Gruppe der Armee des Kalifats» habe die «Hauptstadt der Unzucht und Laster» angegriffen. Dabei seien Sprengstoffgürtel und Maschinenpistolen eingesetzt worden.

Bei einem der toten Angreifer wurde ein syrischer Pass gefunden. Das meldet die Nachrichtenagentur AP aus Paris.

Zugleich wird bekannt, dass die Polizei in Bayern in der vergangenen Woche einen möglichen Komplizen der Attentäter verhaftet hat. Der bewaffnete Mann sei auf dem Weg nach Paris gewesen.

In Paris haben Bewaffnete am Freitagabend in einer koordinierten Terroraktion sieben parallele Terroranschläge verübt. Mindestens 128 Menschen kamen ums Leben, mehr als 200 wurden verletzt, 99 davon lebensgefährlich.

Es gibt 19 Zentren für Blutspenden, vor denen sich lange Schagen gebildet haben. Der Schock, die Betroffenheit und die Solidarität nach den Anschlägen sind enorm.