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Muslime in Frankreich beten für den Frieden

Französische Muslime fürchten nach den Anschlägen von Paris eine Stigmatisierung.

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Vielerorts kommen in Frankreich Muslime zusammen, um für die Opfer der Attentate zu beten. Wie in der Großen Moschee von Lyon. Sie wollen ein Zeichen für den Frieden setzen und zeigen, dass der Islam eine friedliche Religion ist. Sie fürchten, dass sie für die Geschehnisse verantwortlicht gemacht werden. “Wir sind es, die erklären müssen, uns rechtfertigen müssen und entschuldigen müssen, für etwas, was wir nicht getan haben. Wir sind es, die leiden, wir werden angeschaut. Deshalb müssen jetzt alle Menschen in der Gemeinde stark sein und vorwärts gehen”, meint der Rektor der Moschee Kamel Kabtane.

Meinung

Wir sind es, die erklären müssen, uns rechtfertigen müssen und entschuldigen müssen, für etwas, was wir nicht getan haben.

Die rund fünf Millionen französischen Muslime haben bereits nach dem Anschlag auf die Satirezeitung Charlie Hebdo gemerkt, wie leicht sie verdächtigt werden.

In Deutschland sind die Islamverbände demonstrativ näher zusammen gerückt: Gemeinsam verurteilten sie die Anschläge von Paris. In Zukunft wollen sie sich stärker gegen eine Radikalisierung junger Muslime einsetzen. Der Generalsekretär des Islamrats, Bekir Altas, erklärte: “Unsere Verantwortung endet nicht an der Moscheetür.”