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Sondereinsatz in Belgien erfolglos - doch Fahndung läuft weiter auf Hochtouren

Die Behörden in Belgien fahnden weiterhin nach Salah Abdeslam. Der Bruder eines Selbstmordattentäters von Paris wird mit den Anschlägen in

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Sondereinsatz in Belgien erfolglos - doch Fahndung läuft weiter auf Hochtouren

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Die Behörden in Belgien fahnden weiterhin nach Salah Abdeslam. Der Bruder eines Selbstmordattentäters von Paris wird mit den Anschlägen in Zusammenhang gebracht. Ein Sondereinsatz der Polizei in Brüssel war am Montag erfolglos geblieben. Inzwischen wurde ein neues Foto des Verdächtigen veröffentlicht und die Bevölkerung via Twitter um Hinweise gebeten.

Meinung

Die Franzosen machen es sich leicht damit, die Belgier dafür verantwortlich zu machen.

Der belgische Außenminister Didier Reynders wies Kritik an den Sicherheitsbehörden seines Landes zurück: “Wir sind ein starkes Kettenglied, wir bemühen uns darum, sehr wirksam zu kämpfen. Zu Beginn des Jahres haben uns alle zu den Aktionen in Verviers und Brüssel beglückwünscht, mit denen mögliche Terroranschläge verhindert werden konnten. In diesem jüngsten Fall werden wir alles tun, um Spuren zurückzuverfolgen und Organisationen zu zerschlagen, unabhängig davon, ob die Terroristen französische oder andere Staatsbürger sind.”

Die Franzosen machten es sich leicht damit, die Belgier dafür verantwortlich zu machen, so der Vorsitzende des Ausschusses, der die Geheimdienste kontrolliert, Generalanwalt Guy Rapaille: “Drei Belgier, die mit den Anschlägen in Zusammenhang gebracht werden, stammen aus Brüssel. Doch fünf Männer stammen aus Frankreich.”

Die belgische Regierung will die Anzahl der Soldaten erhöhen, die die Polizei unterstützen. Seit den Sondereinsätzen zu Beginn des Jahres, nur Tage nach dem Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” in Paris, gehören schwerbewaffnete Soldaten zum Brüsseler Straßenbild.

Ein für diesen Dienstagabend in Brüssel geplantes Fußball-Freundschaftsspiel zwischen Belgien und Spanien wurde aus Sicherheitsbedenken abgesagt. Im ausverkauften Stadion Roi Baudouin waren etwa 50.000 Fans erwartet worden.