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Washington diskutiert Strategie gegen IS-Dschihadisten

Die Anschläge von Paris haben in den USA die Debatte über die richtige Strategie für Syrien wiederbelebt. Reichen Luftangriffe und

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Washington diskutiert Strategie gegen IS-Dschihadisten

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Die Anschläge von Paris haben in den USA die Debatte über die richtige Strategie für Syrien wiederbelebt. Reichen Luftangriffe und Kommandooperationen aus? Sollten die USA Bodentruppen entsenden? Was wären die langfristigen Folgen eines solchen Schritts? Washingtons außenpolitische Experten sind sich weitgehend einig, dass der Ansatz von Präsident Obama der richtige ist.

“Ich glaube die Regierung legt viel Wert auf den politischen Prozess, der am Wochenende in Wien bekanntgegeben wurde. Sie hoffen, dass er Früchte tragen wird”, meint Heather Conley vom Center for Strategic and International Studies.

Tamara Wittes von der Brookings Instuitution glaubt, dass man sich auch um das sozioökonomische Umfeld kümmern muss. “Wir müssen militärisch eingreifen und versuchen, diese aktuelle Bedrohung, deren sich viele in der Region und im Westen gegenübersehen, zurückzuschlagen. Aber wir müssen uns auch um die Bedingungen kümmern, die den IS erst möglich machen und ihm erlauben, diese Anschläge durchzuführen. Und das ist das viel größere Problem”, findet Tamara Cofman Wittes von der Brookings Institution.

Die US-Experten sind sich einig, eine einfache Lösung für den Syrienkonflikt gibt es nicht.

“Während die republikanischen Präsidentschaftskandidaten eine stärkere militärische Einmischung in Syrien fordern, lehnen das die Außenpolitischen Experten in Washington ab, zumindest als langfristige Strategie. Und auch die Öffentlichkeit ist äußerst skeptisch”, kommentiert der Washington-Korrespondent von euronews, Stefan Grobe.