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Brüssel will den Kauf von Schusswaffen strenger fassen

Nach den Anschlägen von Paris will die Europäische Kommission den Kauf von Schusswaffen strenger regeln. So sollen Privatpersonen bestimmte

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Brüssel will den Kauf von Schusswaffen strenger fassen

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Nach den Anschlägen von Paris will die Europäische Kommission den Kauf von Schusswaffen strenger regeln. So sollen Privatpersonen bestimmte halbautomatische Waffen nicht mehr besitzen und keine gefährlichen Waffen via Internet mehr kaufen dürfen. Die Kommission legte in Brüssel entsprechende Vorschläge vor.

Experten zufolge ist es zur Zeit jedoch relativ einfach, sich ein automatisches Gewehr vom Typ Kalaschnikow zu beschaffen: “Nach den Kriegen im früheren Jugoslawien befanden sich viele Waffen in den Händen von Privatpersonen”, erläutert Nils Duquet vom Flämischen Friedensinstitut. “Geraten diese Personen in finanzielle Schwierigkeiten, verkaufen sie ihre Waffe für 500 Euro. Gelangen kleine Mengen an Waffen durch Schmuggel in die Schengen-Zone, wechseln sie mühelos von einer kriminellen Bande zur anderen und von einem Land zum anderen.”

Der für Migration und Inneres zuständige Kommissar Dimitris Avramopoulos betonte im Zusammenhang mit den Erwägungen Frankreichs, Grenzkontrollen einzuführen: “Wir wollen die Zukunft des Schengen-Raumes nicht zur Debatte stellen. Es ist die Sache Frankreichs darüber zu entscheiden, ob in der gegenwärtigen Lage ein besserer Schutz der Außengrenzen notwendig ist.”

Zugleich betonte die Kommission in Brüssel, sie wolle bis zum Jahresende eine neue Richtlinie über die Speicherung von Passagierdaten für alle Flüge aus einem Nicht-EU-Land in die EU und umgekehrt vorlegen.