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EPICA-Awards in Berlin: Japanischer Werbespot gewinnt begehrten Preis


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EPICA-Awards in Berlin: Japanischer Werbespot gewinnt begehrten Preis

In Berlin haben die diesjährigen EPICA-Awards stattgefunden. EPICA ist der einzige Preis der Kultur- und Kreativwirtschaft der von Journalisten der Marketingbranche vergeben wird.

Berlin steht für zeitgenössische Kreativität

Die deutsche Hauptstadt ist ein internationaler Dreh- und Angelpunkt für die Kreativwirtschaft geworden, erklärt Mark Tungate, Leiter der EPICA: “Berlin steht für zeitgenössische Kreativität. Es gibt unzählige Start-Ups, es gibt eine moderne Kunstszene, eine sehr stark ausgeprägte Kunstszene. Menschen kommen hier her, um kreativ zu sein. In vielerlei Hinsicht werden jetzt und hier die kreativen Köpfe der Zukunft geschaffen.”

Mark Tungate ist das Gesicht der EPICA, die bereits vor 29 Jahren als europäisches Event startete. Inzwischen ist sie eine weltweite Veranstaltung geworden. Insgesamt 585 Werbeagenturen aus 75 Ländern haben an der diesjährigen Veranstaltung teilgenommen, erstmals mit Beiträgen aus Aserbaidschan, Ecuador und dem Senegal.

Geschlechteridentität ist ein zeitgemäßes Thema

Der diesjährige Sieger: Der Spot von Watts aus Tokio für ein japanisches Kosmetikunternehmen. Der Clip ist sehr simpel und zeigt einen Moment der Schönheit oder gar Verführung – aber einen Moment großer Kreativität? Schauen Sie nocheinmal genauer hin!

Yoshito Imao, Produzent von Watts Inc. aus Tokio erklärt:
“Nun, die Grundidee war zu zeigen, wie Kosmetik funktioniert und die Macht, die sie über uns hat. Wir wollten einen Werbespot machen, der etwas Unerwartetes zeigt. Das war die Grundidee.”

Der Clip nimmt eine unerwartete Wendung, nachdem der Zuschauer mit folgender Frage konfrontiert wird: ‘Wieviele Jungen haben Sie in diesem Video gesehen?’ Es stellt sich heraus, dass alle Leute im Klassenraum tatsächlich Jungen sind, die wie Mädchen geschminkt waren.

David Griner, Digital Managing Editor der Adweek und Jury-Mitglied:
“Wir finden, dass es ein sehr zeitgemäßer Werbespot ist. Geschlechteridentität ist ein sehr aktuelles Thema. Der Spot ist wunderschön gestaltet, makellos. Die Musik ist perfekt dafür. Eine fantastische Werbung und sehr frech. Die gesamte Jury war begeistert.”

Euronews ist der Hauptmedienpartner der diesjährigen EPICA-Awards und hat außerdem einen Preis für soziale Verantwortung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit verliehen. Den Preis hat der irische Beitrag “Anatomy of a Split Second” für mehr Sicherheit auf den Straßen gewonnen.

Im Bruchteil einer Sekunde kann ein Unfall geschehen, wie der Film eindrucksvoll darstellt.

Die Show muss weitergehen

Auch emotionale Momente haben auf der EPICA nicht gefehlt: Eine französische Firma “Publicis”, eine der Gold-Gewinner, verlor zwei Kollegen bei dem Attentat am 13. November in Paris. Anstelle einer Schweigeminute baten die Mitarbeiter des Unternehmens das Publikum um Applaus für die beiden Getöteten.

Die Show muss weitergehen – auch das eine Botschaft, die vermittelt wurde. EPICA, die ursprünglich in Paris gegründet wurde, wechselt jedes Jahr den Ort. Gastgeberstädte sind schon Amsterdam, Istanbul und Neu-Delhi gewesen.

Sebastian Saam, euronews:
“Ob Werbung und Kunst zusammen gehen, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Womit sich aber auch Kritiker trösten können: fast nirgendwo wird Kreativität so wertgeschätzt und gefeiert wie in der Werbung. Und hier bei den Epica Awards stellt die Branche dies auch ideenreich unter Beweis. Sebastian Saam, für Euronews, aus Berlin.”

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