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Brüssel am Wochenende wegen Anschlagsgefahr teilweise lahmgelegt

Die Gefahr eines Anschlags in Brüssel hat das öffentliche Leben heute weitgehend zum Erliegen gebracht. Für die belgische Hauptstadt wurde nun die

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Brüssel am Wochenende wegen Anschlagsgefahr teilweise lahmgelegt

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Die Gefahr eines Anschlags in Brüssel hat das öffentliche Leben heute weitgehend zum Erliegen gebracht. Für die belgische Hauptstadt wurde nun die höchste Warnstufe 4 ausgerufen, im Rest des Landes gilt weiterhin Stufe 3.

Meinung

Was soll man denn machen, sich verstecken? Das bringt doch nichts.

Die U-Bahn in Brüssel steht voraussichtlich bis morgen nachmittag still, Busse und Straßenbahnen fahren aber. Fußballspiele und Konzerte wurden abgesagt. Öffentliche Gebäude blieben geschlossen.

“Wir wollten die Stadt sehen”, sagt ein italienischer Urlauber; “aber die U-Bahn fährt nicht, also bleiben wir hier.”

“Ein bisschen Angst haben wir schon”, sagt ein Mädchen; “aber es ist ja auch viel Polizei unterwegs, also hoffen wir, dass die Lage unter Kontrolle ist.”

“Was soll man denn machen, sich verstecken? Das bringt doch nichts, man weiß ja nicht, wo was hochgeht”, sagt eine belgische Frau. “Sonnabends gehe ich immer in die Stadt, also gehe ich heute auch in die Stadt. Wenn es sein soll, dann stirbt man eben.”

“Natürlich wollen die Behörden die Bürger schützen, aber die Gefahr ist ja unsichtbar”, meint ein Mann. “Man kann ja nicht jede Straße schützen, das ist das Problem: Es ist ein Krieg ohne Gesicht.”

An Bahnhöfen wurden Reisende verstärkt kontrolliert, Soldaten patrouillierten. Das Atomium, Wahrzeichen der Stadt, blieb gesperrt. Das Musikfestival Sound/Check wurde abgesagt, ebenso ein Konzert des Sängers Johnny Hallyday.

Ein Sprecher des nationalen Krisenzentrums sagte: “Die Empfehlungen an die Bevölkerung sind sehr einfach: Wir bitten darum, Plätze mit vielen Menschen zu vermeiden, also Konzerte, Großereignisse, Bahnhöfe, Flughäfen und den öffentlichen Nahverkehr.”