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Belgien: 16 Festnahmen bei Anti-Terror-Einsätzen, Abdeslam in Deutschland?

Die belgische Polizei hat bei Hausdurchsuchungen zahlreiche Personen festgenommen. Dabei wurde ein Verdächtiger in Molenbeek durch Polizeischüsse

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Belgien: 16 Festnahmen bei Anti-Terror-Einsätzen, Abdeslam in Deutschland?

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Die belgische Polizei hat bei Hausdurchsuchungen zahlreiche Personen festgenommen. Dabei wurde ein Verdächtiger in Molenbeek durch Polizeischüsse verletzt, als er sich den Beamten in einem Fahrzeug näherte. Er floh und wurde anschließend festgenommen. Der gesuchte mutmaßliche Pariser Attentäter, Salah Abdeslam, ist weiter auf der Flucht.

Die Razzien wurden laut Generalstaatsanwaltschaft im Großraum Brüssel sowie im südlichen Charleroi durchgeführt.
“Insgesamt wurden sechszehn Personen festgenommen. Der Ermittlungsrichter wird im Laufe des Tages entscheiden, ob sie weiter in Haft bleiben. Bisher wurden weder Waffen noch Sprengstoff gefunden. Salah Abdeslam ist nicht unter den festgenommenen Personen”, erklärte Eric Van der Sypt, Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft.

Salah Abdeslam, dessen Bruder sich in Paris in die Luft sprengte, soll das Terror-Kommando von Paris mindestens logistisch unterstützt haben. Auf seinen Namen wurden zwei Autos sowie Hotelzimmer der Attentäter in einem Pariser Vorort gemietet. Nach ihm wird per internationalem Haftbefehl gesucht.

Nach einem Bericht der belgischen Zeitung “La Libre Belgique” könnte sich Salah Abdeslam nach Deutschland abgesetzt haben. Sicherheitsbeamte sollen einen Verdächtigen erkannt haben, der in einem BMW auf der Autobahn von Lüttich ins deutsche Aachen unterwegs war. Diese Informationen wurden von offizieller Seite jedoch nicht bestätigt.

Unterdessen hat die französische Polizei das Foto eines der Selbstmordattentäter vom Stade de France veröffentlicht und einen Zeugenaufruf gestartet, um den Mann zu identifizieren. Seine Fingerabdrücke waren am 3. Oktober bei der Einreise nach Griechenland registriert worden. Die Terroristen planten offenbar auch im Stadion ein Massaker, gelangten aber nicht hinein. Dort fand ein Freundschaftsspiel zwischen den Nationalmannschaft Deutschlands und Frankreichs statt.

Unterdessen hat die französische Polizei das Foto eines der Selbstmordattentäter vom Stade de France veröffentlicht und einen Zeugenaufruf gestartet, um den Mann zu identifizieren. Seine Fingerabdrücke waren am 3. Oktober bei der Einreise nach Griechenland registriert worden. Die Terroristen planten offenbar auch im Stadion ein Massaker, gelangten aber nicht hinein. Dort fand ein Freundschaftsspiel zwischen den Nationalmannschaft Deutschlands und Frankreichs statt.