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Cameron fordert britische Beteiligung an Luftschlägen auf IS-Miliz in Syrien

Frankreichs Präsident Francois Hollande wirbt diese Woche bei zwei Empfängen in Paris und zwei Besuchen im Ausland weiter für eine breite

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Cameron fordert britische Beteiligung an Luftschlägen auf IS-Miliz in Syrien

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Frankreichs Präsident Francois Hollande wirbt diese Woche bei zwei Empfängen in Paris und zwei Besuchen im Ausland weiter für eine breite internationale Koalition gegen die IS-Miliz.

Am Montagmorgen traf der britische Premier David Cameron in Paris ein. Cameron will sich in Syrien beteiligen. Vor zwei Jahren bekam er dafür kein Mandat seines Parlaments. Doch nach den Anschlägen und der einstimmigen Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen die IS-Terrormiliz vom vergangenen Freitag könnten sich die Vorzeichen nun geändert haben.

“Ich unterstütze die Angriffe Präsident Hollandes gegen die IS-Miliz in Syrien ausdrücklich, und es ist meine ausdrückliche Meinung, dass Großbritannien das selbe tun sollte”, so Cameron bei einer gemeinsamen Presseerklärung in Paris. “Natürlich wird das Parlament darüber entscheiden müssen. Ich habe Frankreich heute bereits die Nutzung der britischen Luftwaffenbasis auf Zypern und Unterstützung bei der Luftbetankung für Luftschläge gegen die IS-Miliz angeboten.”

Derzeit fliegt Großbritannien nur im Irak und mit Einverständnis von Bagdad Luftangriffe.

Hollande wird am im Laufe der Woche auch nach Washington und Moskau reisen. Für Mittwoch ist außerdem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Paris angekündigt. Berlin plant keine Beteiligung in Syrien und will Frankreich dafür mit einem Bundeswehreinsatz im nordafrikanischen Mali entlasten.

Hollandes Rückhalt bei den französischen Wählern ist mit dem Versprechen, nach den Terroranschlägen von Paris hart zurückzuschlagen, gewachsen. Seine Umfragewerte stiegen seit Oktober um sieben Prozentpunkte auf 27 Prozent. Frankreich hat die eigenen Luftschläge bereits deutlich intensiviert. Mit der Ankunft des Flugzeugträgers Charles de Gaulle sollen sie nun noch einmal ausgeweitet werden.