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Gletscherschmelze in den Alpen - Klimawandel messbar


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Gletscherschmelze in den Alpen - Klimawandel messbar

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Mit Sorge beobachten Geologen die Gletscherschmelze im Monte-Rosamassiv in den Walliser Alpen, an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Seine Gipfel zählen zu den Höchsten der Alpen. Nur das Mont-Blanc-Massiv ist noch höher. Doch bereits in wenigen Jahrzehnten könnten die Gletscher des bei Bergsteigern und Wanderern beliebten Naturparadieses vollkommen verschwunden sein, warnen die Forscher.

Giovanni Mortara, CNR: “Wir haben eine erhebliche Verringerung der Eisdichte von einigen Metern pro Jahr festgestellt. Und in diesem Jahr sind es sogar einige 10 Zentimeter pro Tag.”

Die Alpen sind wie ein Seismograf des Klimawandels, hier werden die Veränderungen mess- und sichtbar. Die Nullgradgrenze steigt immer höher, auch dort, wo eigentlich arktisches Klima im Sommer normal wäre. Der Anstieg treibt Fauna und Flora in immer höhere Lagen. Erschreckend ist die Geschwindigkeit, mit der die Veränderungen stattfinden.

Silvio Seno, Universität Pavia: “Es gibt mehrere Szenarien für die Zukunft. Im besten Fall steigt die globale Temperatur innerhalb von hundert Jahren um ein Grad oder knapp darunter. Im schlimmsten Fall wird der Anstieg durchschnittlich 5 Grad betragen, was einen gigantischen Unterschied macht. Und natürlich wären die Auswirkungen auf die Gletscher in jedem Fall zu spüren, es würde das Verschwinden der Alpengletscher bedeuten.”

Das Abschmelzen macht der Bergwelt vielerorts schon heute zu schaffen. Weil Gletscher als lebenswichtige Trinkwasserspeicher verloren gehen. Und dort, wo das ewige Eis verschwindet, drohen Steinlawinen.

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