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Putin im Iran: Gastourismus und Syrienpolitik

Alle sprechen von Syrien*, aber eigentlich ist Russlands Präsident Wladimir Putin nach Teheran gekommen, um die Zukunft der Energiequelle Gas zu

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Putin im Iran: Gastourismus und Syrienpolitik

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Alle sprechen von Syrien*, aber eigentlich ist Russlands Präsident Wladimir Putin nach Teheran gekommen, um die Zukunft der Energiequelle Gas zu erörtern, beim Gipfeltreffen des Forums Gas
exportierender Länder (GECF) in Teheran. Unter anderem mit dabei: Präsidenten aus Iran, Russland, Venezuela, Irak, Bolivien, Äquatorial-Guinea, Nigeria, Turkmenistan und der algerische Ministerpräsident.

In den Ländern des Gasforums liegen nacjh BP-Schätzung fast zwei Drittel der bekannten Gasreserven (BP 2014). Der Iran besitzt die weltweit größten nachgewiesenen Gasreserven, also das Potenzial, ein Top-Produzent zu werden. Die Hauptkonsumenten sind aktuell die USA, Russland, die EU und China.

 
Laut BP Energy Outlook dürfte die Nachfrage nach Erdgas unter den fossilen Brennstoffen bis 2035 am schnellsten wachsen, mit einem Plus von 1,9% im Jahr, befeuert vor allem durch die Nachfrage aus Asien. Die Hälfte der erhöhten Nachfrage könnte durch steigende herkömmlichen Gasproduktion gedeckt werden, vor allem in Russland und dem Nahen Osten, und etwa die Hälfte durch Schiefergas.

Von dieser Hälfte dürfte laut BP Nordamerika bis 2035 immer für drei Viertel der weltweiten Schiefergasversorgung stehen.

Das Gas Exporting Countries Forum, (GECF) ist ein Ende 2008 in Moskau geschlossenes Bündnis der weltweit führenden Produzenten von Erdgas, nie erreichtes Vorbild: OPEC. Wichtigstes Nicht-Mitglied: Die Vereinigten Staaten.

* Der oberste iranische Führer Ali Chamenei hat dem
russischen Präsidenten Wladimir Putin die uneingeschränkte
Solidarität seines Landes beim Kampfeinsatz in Syrien gegen die
Terrormiliz Islamischer Staat (IS) versprochen. «Der Iran steht
hinter der konstruktiven Politik Russlands in Syrien», sagte der
Ajatollah bei einem Treffen mit Putin in Teheran. Wenn die
Terroristen jetzt in Syrien nicht gestoppt würden, dann würden sie
sehr bald zu einer globalen Gefahr für alle, warnte Chamenei. 

su mit Reuters, dpa