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Rekord-Pharmafusion: Pfizer nimmt Botox und Allergan Viagra

Der Viagra-Konzern Pfizer will durch die Übernahme des Botox-Herstellers Allergan für rund 151 Milliarden Euro zum größten Pharmakonzern der Welt

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Rekord-Pharmafusion: Pfizer nimmt Botox und Allergan Viagra

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Der Viagra-Konzern Pfizer will durch die Übernahme des Botox-Herstellers Allergan für rund 151 Milliarden Euro zum größten Pharmakonzern der Welt werden.

Meinung

Viele dieser Deals kommen wohl eher wegen der unterschiedlichen Regeln und Steuern zustande als aus irgendwelchen anderen Gründen

Bittere Pille für die US-Politik: Pfizer will seinen Konzernsitz ins steuerfreundliche Irland verlagern. Der Fiskus greift in den USA stärker zu als in Irland, wo Allergan seinen Sitz hat.

Stephen Wood, Russell Investments, New York:

“Wenn die Steuerstruktur in den Vereinigten Staaten mit der in anderen Ländern der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) vergleicht, gibt es eine Lücke, einen Abstand. Der Umkehrschluss: Viele dieser Deals kommen wohl eher wegen der unterschiedlichen Regeln und Steuern zustande als aus irgendwelchen anderen Gründen.”

An der Börse wäre der Pharmariese nach der größten Übernahme aller Zeiten in der Branche gut 300 Milliarden Euro wert, vor Johnson & Johnson und den Schweizern Novartis und Roche.

Um die Steuervorteile zu sichern, ist die Transaktion so gestaltet, dass Allergan mit dem steuerlich günstigeren Firmensitz in Irland formell den größeren Konzern aus New York kauft.

Allergan war früher auch amerikanisch, hat dann aber nach der Übernahme durch den irischen Konzern Actavis vor ein paar Monaten seinen Sitz nach Dublin verlegt.

Die US-Regierung, der Einnahmen entgehen würden, betrachtet solche als «Inversion» bezeichneten Übernahmen kritisch. In den letzten Jahren war es bei Fusionen immer wieder ein wichtiges Kalkül von US-Unternehmen, dem Fiskus ein Schnippchen zu schlagen. Das Finanzministerium brachte erst vor wenigen Tagen neue Regeln auf den Weg, um dieser Praxis etwas entgegenzusetzen.

su mit dpa, Reuters