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Terrorgefahr in Brüssel: "Die Stadt ist praktisch dicht"

Wegen der Terrorgefahr steht das öffentliche Leben in der belgischen Hauptstadt Brüssel auch zum Wochenbeginn in großen Teilen still. Am dritten Tag

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Terrorgefahr in Brüssel: "Die Stadt ist praktisch dicht"

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Wegen der Terrorgefahr steht das öffentliche Leben in der belgischen Hauptstadt Brüssel auch zum Wochenbeginn in großen Teilen still.

Meinung

Hier ist genug Polizei und Militär. Das ist schon okay

Am dritten Tag in Folge blieben U-Bahnen in den Depots, nur Busse und Straßenbahnen fuhren.

Die Sicherheitskräfte fahnden weiter nach dem terrorverdächtigen Salah Abdeslam, der sich laut Medienberichten in Brüssel aufhalten soll.

Bei einem Polizeieinsatz am Sonntagabend wurden mindestens 16 weitere Verdächtige festgenommen.

Ein Passant in Brüssel sagte:

“Heute morgen hatte ich eigentlich einen Termin im Krankenhaus Saint Luc, aber um ein Uhr nachts bekam ich überraschend eine SMS mit der Absage. Die Stadt ist praktisch dicht. Zum Glück ist Brüssel nicht so groß.”

Schulen, Universitäten, Kindergärten und Wochenmärkte blieben zu.

Die EU-Institutionen sind dagegen geöffnet, begleitet von scharfen Sicherheitsvorkehrungen.

Einige Unternehmen empfahlen ihren Mitarbeitern, von Zuhause aus zu arbeiten.

Ein Brüsseler erklärte:

“Ich bin sicherlich etwas…angespannt kann man wohl sagen, aber andererseits fühle ich mich auch sicher. Hier ist genug Polizei und Militär, das ist schon o.k.”

Das belgische Innenministerium forderte die Bürger auf, nicht in Panik zu verfallen.

Aus Furcht vor Anschlägen wie in Paris gilt in Brüssel die höchste Terrorwarnstufe vier, in übrigen Landesteilen die Stufe drei.

Im Laufe des Nachmittags will der nationale Sicherheitsrat in Brüssel über das weitere Vorgehen beraten.