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Brüssel sorgt sich um sein Image

In Brüssel, wo seit dem vergangenen Wochenende die höchste Terrorwarnstufe gilt, haben am Dienstag die meisten Geschäfte und die öffentlichen

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Brüssel sorgt sich um sein Image

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In Brüssel, wo seit dem vergangenen Wochenende die höchste Terrorwarnstufe gilt, haben am Dienstag die meisten Geschäfte und die öffentlichen Einrichtungen wieder geöffnet. Staatliche Museen hingegen bleiben bis zum Freitag geschlossen. Bürgermeister Yvan Mayeur sorgt sich nicht nur um die Sicherheit der Menschen sondern auch um das Image seiner Stadt: “Es ist bekannt, dass man Brüssel mit Lebensqualität und Lebensfreude, mit Humor verbindet, der die Bewohner dieser Stadt auszeichnet. Wir würden es bedauern, sollte man Brüssel mit dem Bild von Soldaten verknüpfen, die öffentliche Gebäude bewachen.”

Geschlossene Geschäfte bedeuten geringere Einnahmen. Wie hoch die Verluste insgesamt sind, ist zur Zeit nicht einzuschätzen. Weil das beschädigte Image zu weiteren Verlusten führen wird, setzen viele Geschäftsleute auf die Regierung: “Ich denke, dass der Außenminister bereits davon gesprochen hat, dass das Image Belgiens im Ausland verbessert werden sollte”, so der Vertreter eines belgischen Catering-Verbands.

Insbesondere bei den kleineren Läden schlägt es zu Buche, wenn die Kunden ausbleiben. Zwar hofft man auf das Weihnachtsgeschäft, doch die Inhaberin eines Lebensmittelladens meint: “Je länger der Ausnahmezustand andauert, umso schlimmer ist das für den Handel.Die Menschen bleiben fern, weil man sie von uns abgehalten hat. Doch selbst wenn die Sicherheitsvorkehrungen aufgehoben werden, bleibt ein Trauma zurück.”

Die Leiterin einer Beratungsstelle hingegen zeigt sich davon überzeugt, dass der Alltag in zwei oder drei Wochen vollständig zurückkehren wird. Auf dem Weihnachtsmarkt in der Altstadt Brüssels werden letzte Vorbereitungen getroffen. Doch auch hier fragen sich die Händler, ob sich der Aufwand letztlich lohnen wird.