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Facebook am nördlichen Polarkreis

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Facebook am nördlichen Polarkreis

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Im nordschwedischen Lulea steht Facebooks Node Pole. Es ist das erste europäische Rechenzentrum des Internetgiganten. Ein Datenzentrum der

Im nordschwedischen Lulea steht Facebooks Node Pole.

Meinung

"In Lulea brauchen wir für die 25000-45 000 Server nur einen Wartungstechniker"

Es ist das erste europäische Rechenzentrum des Internetgiganten. Ein Datenzentrum der Superlative für die ungeheuren elektronischen Datenmengen von Facebookmitgliedern weltweit.Hier laufen Aktivitäten von 800 Millionen Facebooknutzern zusammen.
In Eiseskälte-nur wenige Meter vom nördlichen Polarkreis entfernt – auf tausenden heisslaufenden Datenservern die stromsparend gekühlt werden.Damit ist Node Pole Facebooks erstes grünes Projekt. Glaubt man dem Unternehmen, ist Lulea auch die Energieeffizientesten Computerdatenanlagen, die je gebaut wurde. Zur Kühlung der Datenserver wird die im Winter durchschnittlich -20 Grad kalte Aussenluft aufbereitet.
Dank der arktischen Temperaturen ist dazu bedeutend weniger Energie notwendig, als sonst üblich. Hinzu kommt, das auch die dazu gebrauchte Energie umweltfreundlich erzeugt ist.
Facbook betont daher gerne den umweltfreundlichen Charakter seiner Anlage.Sie stammt aus zwei voneinander unabhängigen Stromnetzen, die beide durch Wasserkraft betrieben werden.Die gesamte Energie für das komplette Rechenzentrum und das ist CO2 frei.
Die Hauptgründe für Facebooks Standortwahl sind:Viel Platz, kalte Luft und billiger ökostrom.
Urspünglich hatte Schweden seine Laufwasserkraftwerke für die Stahl-, Eisenerz- und Papier Industrie gebaut.Heute verbraucht das Facebook Rechencenter die Energie für ein ganzes Industrie-Stahlwerk.Der Worldwildlife Fund hat die Nutzung der erneuerbaren Energien durch den Facebook Konzern begrüsst. Er sieht dabei auch Vorteile in den Rechenzentren an sich, weil sie grossen Einfluss auf die Kommunikationsfähigkeiten der Gesellschaft haben, wie Klimaexperte Stefan Henningsson erklärt. Es würden Emissionen verringert , weil
mehr kommuniziert und ein besseres Verständnis zwischen verschiedenen Teilen der Welt herstellen werden könnte.Aber auch weil wir Dinge wie Videokonferenzen nutzen können, durch die wir weniger reisen müssen.Klar ist: Das Geschäft mit den Daten boomt. Bei Facebook sind es 350 Millionen Fotos, 4,5 Milliarden likes und 10 Milliarden Nachrichten täglich, und es werden immer mehr. Eine Chance für die Nordländer, die idealen Voraussetzungen für die Rechenzentren und ihre notwendige Kühlung bieten. Facebook plant bereits ein weiteres Zentrum am Polarkreis.