Eilmeldung

Sie lesen gerade:

"Es gab keine Warnungen": Russland präsentiert Copiloten nach Jet-Abschuss


Türkei

"Es gab keine Warnungen": Russland präsentiert Copiloten nach Jet-Abschuss

War der Abschuss des russischen Bombers an der syrisch-türkischen Grenze gerechtfertigt? Russland hat nun einen Mann zur Presse sprechen lassen, bei dem es sich um den überlebenden Copiloten des Jagdbombers handeln soll. Er widerspricht den türkischen Angaben, wonach binnen fünf Minuten zehn Warnungen gefunkt worden seien. Russland bestritt zuvor auch eine Luftraumverletzung.

“Es gab keine Warnungen. Weder über Funk, noch visuell”, sagte der mit dem Rücken zu den Kameras positionierte Mann auf dem russischen Stützpunkt bei Latakia. “Es gab überhaupt keinen Kontakt. Deshalb blieben wir wie gehabt auf unserem Kurs.”

Der Copilot war am Fallschirm in von Rebellen kontrolliertem Territorium gelandet und wurde laut dem russischen Verteidigungsministerium am Mittwoch von einer Kommandoeinheit gerettet worden. Der Pilot soll den Abschuss ebenfalls überlebt haben, dann aber von Rebellen getötet worden sein.

Die USA stützen jedoch die türkische Darstellung. Das US-Militär gibt an, die türkischen Warnungen auf den international gültigen Funkfrequenzen mitgehört zu haben.

17 Sekunden soll sich das in der Luft nicht identifizierbare Flugzeug nach türkischer Darstellung im türkischen Luftraum befunden haben.

Laut einem Rebellenkommandeur der ethnischen Turkmenen, die auf der syrischen Seite der Grenze leben, habe der russische Bomber zuvor ihre Stellungen angegriffen.

“Das Flugzeug bombardierte uns erst und flog dann über die Grenze der Türkei”, so der Kommandeur. “Die türkischen Jets schossen es ab, als es den türkischen Luftraum verletzte. Danke an die Türkei für ihre humanitäre Hilfe. Die Türkei steht uns bei.”

Die türkische Regierung, hatte die Luftangriffe auf die turkmenischen Gebiete immer wieder heftig kritisiert. Sie spricht von einer brüderlichen Verbundenheit mit den Turkmenen.

Berichten zufolge hatte sich die Rebellen in der Region Gefechte mit Regierungstruppen geliefert. Stellungen der IS-Miliz soll es, laut Beobachtern, dort nicht geben.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Flüchtlinge leiden unter Winterwetter