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Tunesien: Selbstmordattentäter offenbar 13. Todesopfer

Nach dem Terroranschlag auf einen Bus der Präsidentengarde hat Tunesiens Staatschef Béji Caïd Essebsi für 30 Tage den Ausnahmezustand über das Land

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Tunesien: Selbstmordattentäter offenbar 13. Todesopfer

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Nach dem Terroranschlag auf einen Bus der Präsidentengarde hat Tunesiens Staatschef Béji Caïd Essebsi für 30 Tage den Ausnahmezustand über das Land verhängt.

Meinung

"Alle Nationen sollten jetzt gemeinsam den Terrorismus bekämpfen"

Bei der Bombenexplosion in der Innenstadt von Tunis wurden am Dienstag mindestens zwölf Sicherheitskräfte und der mutmaßliche Selbstmordattentäter getötet.

Essebsi besuchte in einer Klinik von Tunis Opfer des Attentats. Mindestens 20 Menschen wurden laut Berichten des Staatsfernsehens verletzt.

Der noch nicht identifizierte Täter hatte nach Angaben der Regierung vermutlich mit einem Rucksack den Bus betreten und dann den Sprengsatz gezündet.

Der UN-Sicherheitsrat in New York verurteilte den Anschlag aufs Schärfste und sprach in einer Erklärung von einem abscheulichen Akt. Die Täter, Hintermänner und Unterstützer des terroristischen Angriffs müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Lajmi Saida trauerte am Tatort um die Opfer:

“Was zur Zeit in vielen Ländern passiert, ist mehr als schmerzhaft, es ist verheerend. Wir müssen uns dem entgegenstellen und einander helfen. Alle Nationen sollten sich jetzt einig sein und gemeinsam den Terrorismus bekämpfen.”

Zu dem Attentat bekannte sich zunächst niemand. Es ist der dritte folgenschwere Anschlag in Tunesien im laufenden Jahr: Ende Juni tötete ein Extremist im Badeort Sousse 38 Urlauber, bevor er selbst erschossen wurde. Bereits im März waren bei einem Angriff auf das Nationalmuseum Bardo in Tunis mehr als 20 Touristen getötet worden.