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Gedenkveranstaltung für Terroranschläge: Französische Fahnenhersteller arbeiten auf Hochtouren

Zwei Wochen nach den Terroranschlägen von Paris gedenkt Frankreich am Freitag der Opfer. Mehr als 1000 geladene Gäste und Angehörige werden am

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Gedenkveranstaltung für Terroranschläge: Französische Fahnenhersteller arbeiten auf Hochtouren

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Zwei Wochen nach den Terroranschlägen von Paris gedenkt Frankreich am Freitag der Opfer. Mehr als 1000 geladene Gäste und Angehörige werden am Vormittag in Paris zu einer offiziellen Zeremonie erwartet.

Der Rest des Landes wurde aufgerufen, an Häusern und Wohnungen die blau-weiß-rote Tricolore aufzuhängen. Die Fahnenhersteller arbeiten auf Hochtouren.

“Wir bekommen die ganze Zeit Anrufe, mehrere pro Minute”, so die Mitarbeiterin eines Textilbetriebs. “Und wir müssen nebenbei ja auch noch produzieren. Wir müssen flexibel bleiben. Wir sind ein bisschen müde, vor allem, weil wir die ganze Nacht durch produziert und nur eine Stunde geschlafen haben.”

Normalerweise bestimmt eher der Verschleiß den Bedarf an Flaggen. Auf die plötzliche gestiegene Nachfrage war die Fahnenindustrie nicht vorbereitet. Viele Typen sind ausverkauft.

“Ich bin hiergekommen, um eine Flagge zu kaufen, damit ich sie zuhause eine hissen kann”, sagt ein Kunde in einem Souvenirgeschäft. “Jetzt mit der Terrorbedrohung machen die Leute das wieder. Der Terror zwingt uns, eine geeinte Fronte zu zeigen, unsere Nationalität und unseren Stolz.”

Der Geschäftseigentümer hat sich natürlich rechtzeitig eine zurückgelegt: “Ich werde heute Abend auch an meinem Haus eine Flagge anbringen. Es ist wichtig, sich jetzt französisch zu fühlen.”

Gemeinsam das Trauma der Anschläge zu überwinden, das wünschen sich in diesen Tagen viele Franzosen.