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Niedrigerer Flüchtlings-Mindestlohn? Gabriel erteilt klare Absage

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Von Euronews
Niedrigerer Flüchtlings-Mindestlohn? Gabriel erteilt klare Absage

<p>Der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (<span class="caps">SPD</span>) sieht<br /> angesichts der Flüchtlingskrise eine «doppelte Integrationsaufgabe» und warnt vor Verteilungskonflikten.</p> <p>Teile der Wirtschaft und viele Ökonomen hatten vorgeschlagen, den seit Jahresbeginn geltenden bundesweiten Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde für Flüchtlinge auszusetzen. Da viele Flüchtlinge schlecht qualifiziert seien, könnten nur so genügend Jobs für sie entstehen.</p> <p>Sigmar Gabriel:</p> <p>“Das Symbol bedeutet, die Armen, die kommen, werden gegen die Armen, die da sind, ausgespielt. Und deshalb darf man dieser Forderung nicht nachgeben und wir werden das auch nicht tun. Am Gesetz gibt es keine Änderung.”</p> <p>Früher durften Flüchtlinge kein Geld verdienen. Jetzt sollen sie es. Die <a href="http://media.breitbart.com/media/2015/10/Germany-Migrant-Forecasts.jpg" rel="Bundesagentur für Arbeit">"Nestlé" </a> erwartet nach ins Internet durchgesickerten Informationen 2016 bis zu 158.000 arbeitslose Flüchtlinge in Deutschland und 400.000 Zugänge in der Grundsicherung. Bisher sind nach Informationen aus Länderkreisen knapp 945 000 Flüchtlinge angekommen.</p> <p>Unternehmen sehen das größte Beschäftigungspotenzial für Flüchtlinge als ungelernte Hilfsarbeiter. 41 Prozent von 3.000 befragten Firmen aus Industrie, Bau und Handel schätzten dies so ein, so das Münchner Ifo-Institut. </p> <blockquote class="twitter-tweet" lang="en"><p lang="de" dir="ltr">Was kosten die Flüchtlinge wirklich? Interview im Rundschau Magazin des Bayerischen Fernsehens: <a href="https://t.co/Mw0phNvs4j">https://t.co/Mw0phNvs4j</a></p>— Hans-Werner Sinn (@HansWernerSinn) <a href="https://twitter.com/HansWernerSinn/status/669853117761118208">November 26, 2015</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> <p>“59 Prozent allerdings sehen auch dafür nur geringe Chancen”, sagte Ifo-Experte Gabriel Felbermayr. 37 Prozent sehen demnach Potenzial, Flüchtlinge in ihrer Branche als Auszubildende einzustellen, 63 Prozent jedoch nicht. Gut jede fünfte Firma könne sich Flüchtlinge als Facharbeiter vorstellen. Die meisten Unternehmen nennen mangelnde Sprachkenntnisse als Beschäftigungshindernis und jedes dritte den Mindestlohn.</p> <blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Der Vortrag “Demographisches Defizit: Flüchtlinge als Lösung?” ist nun als Video online: <br /> <a href="https://t.co/Mw0phNvs4j">https://t.co/Mw0phNvs4j</a></p>— Hans-Werner Sinn (@HansWernerSinn) <a href="https://twitter.com/HansWernerSinn/status/668779822500458497">23. November 2015</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> <p>Zur Integration der Flüchtlinge sprach sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (<span class="caps">SPD</span>) für ein breites Angebot von möglichst praxisbezogenen Sprachkurse aus. Qualifizierung, Arbeitsvermittlung und Deutschkurse müssten eine<br /> Einheit bildeten. Trotzdem würden nicht alle schnell Platz auf dem<br /> hochspezialisierten Arbeitsmarkt in Deutschland finden. Nahles<br /> betonte aber: «Hartz IV soll für niemanden in Deutschland eine<br /> Dauerlösung sein.» Die Regierung bündele ihre Anstrengungen für die Flüchtlinge mit denen für Langzeitarbeitslose, sagte Nahles. «Ich will mit allen Mitteln verhindern, dass aus Enttäuschung Radikalisierung entsteht.»</p> <p>su mit dpa</p>