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Spaniens Wirtschaft wächst und wächst

In Spanien flaut das Wirtschaftswachstum vor den Parlamentswahlen etwas ab. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Juli bis September um 0,8

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In Spanien flaut das Wirtschaftswachstum vor den Parlamentswahlen etwas ab.

Meinung

Ich sage immer, dass wir aus der Rezession kommen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Juli bis September um 0,8 Prozent zu, so das Nationale Statistikamt INE auf Basis endgültiger Daten. Im Frühjahr hatte die Steigerungsrate noch bei 1,0 Prozent gelegen – der höchste Wert seit 2007, also seit vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Im Jahresvergleich wuchs die spanische Wirtschaft im dritten Quartal um 3,4 Prozent. Das Land wählt am 20. Dezember ein neues Parlament.

Luis de Guindos, Spanens (konservativer) Wirtschaftsminister:

“Ich sage immer, dass wir aus der Rezession kommen. Wir haben schon seit zweieinhalb Jahren ein positives Wachstum. Aber noch nicht wieder das Einkommensniveau, das wir vor der Krise hatten. Das wird erreicht, wenn wir die aktuelle Wachstumsrate bis Ende nächsten Jahres halten können.”

Spanien gehört Zur Zeit zu den wachstumsstärksten Ländern Europas. Fachleute erklären die starke Konjunkturerholung unter anderem mit großen Reformanstrengungen etwa auf dem Arbeitsmarkt. Daneben profitiert Spanien von der extrem lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Laut Luis de Guindos ist das noch immer unter hoher Arbeitslosigkeit leidende Land wirtschaftlich weiter im Aufwind. 2016 sei sogar ein Wirtschaftswachstum von mehr als den prognostizierten 3,0 Prozent drin, sagte er jüngst. Sollte sich der Trend bestätigen, gebe es auch Spielraum für Steuersenkungen.

Vor der Wahl am 20. Dezember liegt die Volkspartei (PP) des konservativen Regierungschefs Mariano Rajoy in Umfragen vorn, dürfte jedoch ihre absolute Mehrheit verlieren. Als Koalitionspartner kommt die Bürgerplattform Ciudadanos in Frage. Sie liegt laut Demoskopen in der Wählergunst hinter den Sozialisten auf Platz drei, dicht gefolgt von der linken Protestbewegung Podemos.

su mit dpa, Reuters