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Pariser Klimakonferenz: "Der Planet liegt in unseren Händen"

Am Montag beginnt die UN-Klimakonferenz in Paris. 147 Staats- und Regierungschefs werden daran teilnehmen. Nach den Terroranschlägen in der

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Pariser Klimakonferenz: "Der Planet liegt in unseren Händen"

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Am Montag beginnt die UN-Klimakonferenz in Paris. 147 Staats- und Regierungschefs werden daran teilnehmen. Nach den Terroranschlägen in der französischen Hauptstadt gibt es in ganz Frankreich verstärkte Sicherheitsmaßnahmen: 11.000 Polizisten und Gendarmen sind im Einsatz, darunter 8000 an den Grenzen.

Meinung

"Wir wollen eine Vereinbarung, aber nicht irgendeine, sondern eine ambitionierte und bindende."

Das Ziel des Gipfels ist das Bemühen, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Der französische Staatspräsident François Hollande sagte:

“Wir wollen eine Vereinbarung, aber nicht irgendeine, sondern eine ambitionierte und bindende, ein Abkommen, das regelmäßig überprüft wird, und das zum Ziel hat, die globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf weniger als zwei Grad Celsius zu beschränken.”

Weltweit für die meisten Emissionen verantwortlich sind die USA, China, Russland, Brasilien und Indien. Die USA liegen an der Spitze laut den Daten des Weltressourceninstituts (WRI). China ist weltweit der größte Verursacher von Treibhausgasen, mit fast einem Viertel der globalen Emissionen. Russland ist einer der größten Umweltverschmutzer der Welt. Die Vorschläge des Landes zur Verbesserung werden von Experten als unzureichend kritisiert. Die Abholzung der Tropenwälder ist eine der Hauptursachen der Erderwärmung. Brasilien unternimmt große Anstrengungen, um gegen illegalen Holzschlag vorzugehen und betreibt Wiederaufforstungsprogramme. Indien ist der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasen. In dem Land gibt es nach einem WHO-Bericht 13 der 20 am stärksten verschmutzten Städten der Welt.

2014 war das wärmste Jahr seit dem Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Die durchschnittlichen Temperaturen sind in diesem Zeitraum um etwa 0,85 Grad gestiegen. Es gibt mehr Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen, steigende Meeresspiegel und schmelzendes Polareis. “Der Planet liegt in unseren Händen” – das ist ein Motto der Pariser Klimakonferenz.