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Der lange Weg des Yuan zur internationalen Anerkennung

Der Internationale Währungsfonds will den chinesischen Yuan als fünfte Währung in den Welt-Währungskorb aufnehmen. Der Yuan – auch als Renminbi

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Der lange Weg des Yuan zur internationalen Anerkennung

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Der Internationale Währungsfonds will den chinesischen Yuan als fünfte Währung in den Welt-Währungskorb aufnehmen. Der Yuan – auch als Renminbi bekannt – würde dann in einer
Liga spielen mit dem US-Dollar, dem britischen Pfund, dem Euro und dem japanischen Yen. Die Aufnahme hat zunächst nur Symbolwirkung. Ob der Schritt auch tatsächlich unterlegt ist zeigt die Performance in den kommenden Jahren.

Die Währungen des IWF-Währungskorbes bilden zusammen – entsprechend einer bestimmten Gewichtung – eine Art Kunstwährung, die sogenannten Sonderziehungsrechte (SZR). Sie wird an keiner Börse gehandelt, dient dem Währungsfonds aber als
Berechnungsgrundlage, etwa für internationale Finanzhilfen.

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Die wichtigsten Fragen und ihre Antworten (nach dpa):

Was bedeutet die Aufnahme des Yuan konkret?

China nähert sich in unzähligen kleinen Schritten dem Westen. Die
Aufnahme seines Yuan als Weltreservewährung ist einer davon. Sollte sich der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF)
erwartungsgemäß für die Aufnahme entscheiden, wäre der Yuan die
fünfte Weltreservewährung. Bei der Gewichtung geht die Aufnahme des Yuan zulasten der anderen vier Währungen, vermutlich vor allem auf Kosten des japanischen Yen.

Wird es abrupte Veränderungen an den internationalen Finanzmärkten geben?

Nein. Es gibt Experten, die in dem Schritt des Internationalen
Währungsfonds eine Zeitenwende und damit das Ende der Dominanz des US-Dollars sehen. Sollte dies tatsächlich eintreten, wird es zumindest nicht schnell gehen. Die Aufnahme des Yuan dürfte nach einer Ankündigung wohl erst zum Herbst 2016 in Kraft treten. Die Finanzärkte haben also lange Zeit, sich darauf
einzustellen. Schon jetzt buhlen internationale Finanzmärkte darum,
Handelszentrum für den Yuan zu werden, etwa London und Frankfurt. In der Londoner City gehört Chinesisch in Kursen schon seit geraumer Zeit zu den am meisten nachgefragten Fremdsprachen.

Wie will China den Yuan zur Weltwährung machen?

Ähnlich wie im globalen Handel verfolgt China auch auf den
Finanzmärkten das Ziel, den USA ihre Vormachtstellung streitig zu
machen. Den Aufbau des Yuan zu einem ernstzunehmenden
Dollar-Konkurrenten treibt Peking deshalb schon seit Jahren
generalstabsmäßig voran. Seit 2009 hat die Volksrepublik mehr als 30 sogenannte Swap-Abkommen mit Nationen vor allem in Asien und Afrika geschlossen, mit denen sie nun ihren Handel direkt in den Landeswährungen abwickeln kann.

Wie wichtig ist der Yuan bisher für den globalen Zahlungsverkehr?

In den vergangenen Jahren hat die Währung eine rasante Aufholjagd hingelegt: Im August 2012 lag der Yuan noch auf Platz zwölf der globalen Zahlungsmittel. Mittlerweile schafft er es bereits auf Platz vier der international am meisten gehandelten Währungen, noch vor dem japanischen Yen. Im Vergleich zum Top-Trio ist der Yuan allerdings noch immer klein: Zuletzt wurden 2,79 Prozent der internationalen Zahlungen in Yuan abgewickelt – gegenüber 44,8 Prozent in Dollar, 27,2 Prozent in Euro sowie 8,5 Prozent mit dem britischen Pfund.

Was fehlt dem Yuan noch für den großen Durchbruch?

Damit der Yuan tatsächlich eines Tages auf Augenhöhe mit dem
US-Dollar agieren kann, sind in China noch viele Reformen notwendig. Wie Dollar und Euro muss auch der Yuan völlig frei
handelbar sein. Das ist bisher nur bedingt der Fall. Wie sehr der
Kurs der Währung schwanken darf, entscheidet zu einem großen Teil noch immer der Staat und nicht der freie Markt. Allerdings hat
Peking angekündigt, das ändern zu wollen. Einige Experten gehen davon aus, dass China schon im nächsten Fünf-Jahresplan ab 2016 einen komplett freien Handel des Yuan festlegen könnte.

Bringt ein frei handelbarer Yuan auch Risiken mit sich?

Für Chinas Wirtschaft schon. Sollten internationale Investoren nach
einer Freigabe des Yuan massiv auf eine steigende Währung
spekulieren, könnten so in kürzester Zeit riesige Mengen Geld ins
Land fließen, was die Gefahr von Spekulationsblasen erhöhen würde. Andererseits könnte ein frei konvertibler Yuan auch dazu führen, dass aus Sorge um die chinesische Wirtschaft große Mengen Kapital aus dem Land abfließen. Auch das würde der Wirtschaft schaden.

su mit dpa