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Klimagipfel: Ureinwohner Ecuadors fordern in Paris "globale Aufmerksamkeit"

Am Rande des UN-Klimagipfels kämpfen Ureinwohner aus Ecuador für mehr Eigenständigkeit und die Anerkennung von Rechten in ihren Lebensräumen im

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Klimagipfel: Ureinwohner Ecuadors fordern in Paris "globale Aufmerksamkeit"

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Am Rande des UN-Klimagipfels kämpfen Ureinwohner aus Ecuador für mehr Eigenständigkeit und die Anerkennung von Rechten in ihren Lebensräumen im Amazonasgebiet.

Meinung

Wir kämpfen gegen die globale Erderwärmung und für die Urwälder

Patricia Gualinga gilt als eine der profiliertesten Aktivistinnen der indigenen Völker in Ecuador. Ihre Initiative steht unter dem Motto “Lebendiger Dschungel”.

Gualinga erklärte in Paris gegenüber euronews-Reporter Michele Carlino:

“Wir arbeiten daran, dass indigene Völker als Akteure im Kampf gegen die Abschwächung der Klimafolgen wahrgenommen werden. Wir kämpfen gegen die globale Erderwärmung und für die Urwälder. Wir wenden uns gegen die Ausbeutung von Bodenschätzen und gegen die Ölförderung. Wir wollen die Tropenwälder erhalten. Deshalb hat sich ein ganzes 1200-Einwohner-Dorf aus dem Amazonasgebiet in Ecuador hierher zum COP21 nach Paris begeben. Wir brauchen globale Aufmerksamkeit, um ein Problem von dem Ausmaß der Erderwärmung lösen zu können.”

Im Amazonasgebiet ist nach Berechnungen von Wissenschaftlern wahrscheinlich die Hälfte aller Baumarten bedroht. Illegaler Bergbau, Dammbauten, Flächenbrände und Trockenheiten gelten als große Gefahren für die Regenwälder.

Mit schwerwiegenden Folgen für die Umwelt ist auch die Rodung und Umwandlung von Urwaldflächen in Sojaplantagen und Rinderweiden sowie der Holzexport verbunden.