Eilmeldung

Eilmeldung

Klimawandel: Dürre in China

Sie lesen gerade:

Klimawandel: Dürre in China

Schriftgrösse Aa Aa

Trockene Flussbetten und ausgedörrte Felder, so weit das Auge blickt. Der Nordwesten Chinas leidet unter der schwersten Dürre seit Jahrzehnten, die

Trockene Flussbetten und ausgedörrte Felder, so weit das Auge blickt. Der Nordwesten Chinas leidet unter der schwersten Dürre seit Jahrzehnten, die immer mehr Menschen in die Flucht schlägt. In manchen Regionen, wie hier in der Provinz Ningxia, hat es seit Monaten nicht geregnet. Über die Ursache, den Klimawandel, diskutieren derzeit die Staats- und Regierungschefs auf der Klimakonferenz in Paris. Konkret messbar ist die Klimaerwärmung in dieser Region schon jetzt, die Durchschnittstemperaturen sind den vergangenen 50 Jahren um 2,2 Grad angestiegen.

Die Region versteppt. Und alle Maßnahmen, sich der Wüste entgegenzustellen, etwa Prämien für Bauern, die versuchen, Ackerland zurückzugewinnen, sind wie Tropfen auf den heißen Stein. Neue Brunnen dürfen nicht mehr gegraben werden. Dacha ist einer Dörfer, das der Dürre zum Opfer gefallen ist. Fast alle Bewohner des Tals, in dem das Dorf liegt, wurden von den Behörden umgesiedelt. Zurück bleibt ein Geisterdorf, dem Untergang geweiht, wie Yang Zhenjun, ein ehemaliger Bewohner klagt. “Nachdem die Menschen umgesiedelt wurden, ist das Dorf einfach gestorben. Dabei bin ich hier aufgewachsen. Wir alle haben dasselbe furchtbare Gefühl.”

Massenumsiedlung lautet die Lösung, in Chinas Geschichte keine Seltenheit. Der aktuelle Plan der Behörden sieht für die von der Dürre geplagten Gebiete den Umzug von insgesamt 350 Tausend Menschen bis zum Ende des vor Jahres. Klimaflüchtlinge, auch um ihre Zukunft geht es auf der UN-Klimakonferenz in Paris.