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Flüchtlingskrise: Weniger Mittelmeerüberquerungen, aber immer mehr Kinder

Die Zahl der Flüchtlinge, die das Mittelmeer in Richtung Europa überqueren, ist zum ersten Mal in diesem Jahr gesunken. Das berichtet das

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Flüchtlingskrise: Weniger Mittelmeerüberquerungen, aber immer mehr Kinder

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Die Zahl der Flüchtlinge, die das Mittelmeer in Richtung Europa überqueren, ist zum ersten Mal in diesem Jahr gesunken. Das berichtet das UN-Flüchtlingshilfswerk. Im November waren es dem UNHCR zufolge 80.000 Menschen weniger als noch im Oktober. Als Hauptgründe gelten die zum Winter hin schlechter werdenden Witterungsbedingungen, sowie Erfolge beim Vorgehen der Türkei gegen Menschenschmuggler.

Allerdings sind unter denen, die trotzdem übersetzen, so viele Kinder wie noch nie zuvor. Im Oktober sei jeder dritte Flüchtling und Migrant, der an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien registriert wurde, minderjährig gewesen, so das UN-Kinderhilfswerk UNICEF.

“The Zahl der Frauen und Kinder steigt weiter, und das ist für uns ehrlich gesagt etwas überraschend”, so die UNHCR-Sprecherin Sarah Crowe. “Aus unserer Sicht ist das ein Zeichen von Verzweiflung bei den Familien. Wenn die gesamte Familie loszieht, dann heißt das, dass es keine Schulen für die Kinder, keine sichere Unterkunft mehr und keine Perspektive für die Zukunft gibt. Hinter diesen Familien liegen verschlossene Türen.”

Bislang kamen laut der Internationalen Organisation dieses Jahr 870.000 Flüchtlinge und Migranten über das Mittelmeer. Viele, die nicht aus Afghanistan, dem Irak oder Syrien kommen, stehen an der mazedonischen Grenze derzeit vor verschlossenen Türen.

Hunderte Marokkaner, Algerier und Pakistaner protestierten am Dienstag an einem Grenzzaun, sie forderten Einlass und die Erlaubnis zur Weiterreise. Für rund 2000 Menschen gibt es dort derzeit kein Vor, und eigenen Angaben nach, auch kein Zurück.