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Welt-Aids-Tag: "Fortschritte fragil, unvollendet und umkehrbar"

Die Vereinten Nationen haben anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember gefordert, die Bedrohung der Immunschwächekrankheit nicht aus den Augen zu

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Welt-Aids-Tag: "Fortschritte fragil, unvollendet und umkehrbar"

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Die Vereinten Nationen haben anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember gefordert, die Bedrohung der Immunschwächekrankheit nicht aus den Augen zu verlieren. Bis 2030 will die Organisation Aids eingedämmt haben.

Zwar ging die Zahl der HIV-Neuinfektionen seit dem Jahr 2000 weltweit um 35 Prozent zurück. Aber noch immer sind es zwei Millionen pro Jahr, 1,2 Millionen Menschen sterben jährlich an Aids. Weltweit ist Aids die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen zwischen zehn und 19 Jahren, in Afrika die häufigste.

“Jetzt ist nicht die Zeit, um zu triumphieren oder nachlässig zu werden”, so der Direktor des UNAIDS-Programms (Joint United Nations Programme on HIV/AIDS). “Aids ist nicht vorbei, unsere Arbeit noch nicht erledigt. Die Fortschritte, von denen wir sprechen, sind fragil, unvollendet und umkehrbar.”

Ein Problem ist, dass in einigen besonders betroffenen Ländern die Zahl der Neuinfektionen zuletzt nicht mehr gesunken ist. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung fordert Präventionsprogramme und Verhütungsangebote auszuweiten. Die Organisation Brot für die Welt will sich verstärkt an Männer wenden, die sich noch zu selten testen lassen.

Aber auch in Europa gibt es noch Handlungsbedarf. Laut dem Robert Koch-Institut wissen in Deutschland, statistisch errechnet, etwa 13.000 der rund 83.000 Menschen mit HIV nicht von ihrer Infektion. Noch immer spielt neben Unwissenheit das befürchtete Stigma eine große Rolle. Die inzwischen guten Behandlungsmöglichkeiten greifen dann nicht.