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Fed-Chefin Yellen zur Zinswende: "Wir alle freuen uns auf den Tag"

Wenn Janet Yellen vor dem Wirtschaftsclub in Washington spricht, fällt jedes Wort in die Goldwaage. Jede Silbe im Redetext der Chefin der

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Fed-Chefin Yellen zur Zinswende: "Wir alle freuen uns auf den Tag"

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Wenn Janet Yellen vor dem Wirtschaftsclub in Washington spricht, fällt jedes Wort in die Goldwaage. Jede Silbe im Redetext der Chefin der US-Notenbank wird darauf abgeklopft – ob die Federal Reserve in ihrer Sitzung Mitte Dezember den Leitzins zum erstenmal nach fast zehn Jahren leicht erhöhen könnte. Die Zahlen sind gut, Arbeitslosigkeit, Wachstum.

Meinung

In that sense, it is a day that I expect we all are looking forward to

Insgesamt entstanden in den USA im November 217.000 Jobs, so der private Arbeitsvermittler ADP über seine monatliche Umfrage. Das ist weit mehr als von Ökonomen erwartet, die nur mit einem Stellenplus von 190.000 gerechnet hatten.

Am Freitag steht der US-Arbeitsmarktbericht der Regierung an. Er umfasst neben Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft auch die Jobs im Staatssektor. Insider rechnen mit einem Stellen-Plus von 200.000. Experten zufolge dürfte dann der Weg frei sein für die erste Zinserhöhung in den USA seit fast zehn Jahren. Die Währungshüter halten die Zinsen seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent.

Aber Janet Yellen sagt natürlich nicht, dass und wann die Zinswende kommt. Zu viele im In- und Ausland hängen an ihren Lippen. Vor allem labile Schwellenland-Währungen könnten abrupt ins Rutschen geraten. Zu riesig die Verantwortung. Ein Stein fällt vom Herzen, wenn dieses monatelange Zaudern endlich vorbei ist.

“Wir alle freuen uns auf den Tag”, heißt es in Yellens Rede,
“wenn der Offenmarktausschuss beginnt, die Geldpolitik zu normalisieren, dann ist das auch ein Beweis, wie weit unsere Wirtschaft sich von den Auswirkungen der Finanzkrise und der Rezession erholt hat. In diesem Sinne erwarte ich, dass sich alles darauf freut.”

su mit Reuters