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Hitzige Debatte im britischen Unterhaus über Syrien-Kampfeinsatz

Das Unterhaus des britischen Parlaments entscheidet über den Einsatz von Kampfflugzeugen gegen Stellungen der Miliz Islamischer Staat in Syrien

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Hitzige Debatte im britischen Unterhaus über Syrien-Kampfeinsatz

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Das Unterhaus des britischen Parlaments entscheidet über den Einsatz von Kampfflugzeugen gegen Stellungen der Miliz Islamischer Staat in Syrien. Premierminister David Cameron argumentiert, mit Luftschlägen gegen den IS bekämpfe man die Terrorgefahr im eigenen Land.

“Wir sind in der Lage, dieses Sicherheitsrisiko zu verringern, und wir sollten nicht länger warten. Wir sollten der Bitte unserer Allierten nachkommen. Die Maßnahmen, die wir vorschlagen, sind legal, sie sind notwendig und sie sind richtig, damit unser Land sicher bleibt”, sagte Cameron.

In der oppositinellen Labour-Partei gibt es Widerstand gegen einen Einsatz:
“Ich fordere alle Mitglieder des Hauses auf, sehr sorgfältig über die Verantwortung, die sie heute tragen, nachzudenken”, so der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn. “Schicken wir Kampfflugzeuge, obwohl wir die Konsequenzen nicht genau kennen oder lassen wir es bleiben und schicken keine Flugzeuge, sondern setzen alles daran, eine friedliche, humanitäre und ausschließlich politische Einigung für diese furchtbare Situation zu erreichen, in der sich die Menschen in Syrien befinden?”

Britischen Medien zufolge wollen allerdings auch Labour-Abgeordnete für den Einsatz stimmen. Die königliche Luftwaffe ist Teil einer Militärkoalition, die im Irak agiert. 2013 war eine Ausweitung des Einsatzes auf Syrien von den Abgeordneten abgelehnt worden.