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Kampf gegen IS-Miliz: Pentagon entsendet Elitesoldaten

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat die Entsendung eines mindestens 50-köpfigen Spezialkommandos zur Unterstützung des Kampfes gegen die Miliz

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Kampf gegen IS-Miliz: Pentagon entsendet Elitesoldaten

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US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat die Entsendung eines mindestens 50-köpfigen Spezialkommandos zur Unterstützung des Kampfes gegen die Miliz “Islamischer Staat” in Irak und Syrien angekündigt. Die Sondereinsatzkräfte sollen offenbar vor allem das irakische Militär und die kurdischen Milizen unterstützen. Bislang weigerte sich die US-Regierung Bodentruppen in dem Konflikt einzusetzen.

Meinung

"Erwartet keine schnellen und leichten Siege"

Carter beschrieb die Strategie der USA als die – bekannte – Kombination aus Luftschlägen und der sowohl militärischen wie geheimdienstlichen Zusammenarbeit mit einheimischen Kräften. Es sei schwierig, loyale Kräfte vor Ort zu finden, aber es gebe sie, sagte Carter. Ein Ziel der USA sei die Trennung der IS-Gebiete in Syrien und im Irak.

Der republikanische Kongressabgeordnete Trent Franks erklärte:

“Im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die IS-Miliz muss versucht werden, die Kurden zu bewaffnen und es bedarf amerikanischer Präsenz am Boden, um diese teuflische Organisation zu vernichten.”

Derr demokratische Kongressabgeordnete Seth Moulton sagte:

“Ich bin zuversichtlich, dass wir gewinnen werden. Aber dafür benötigen wir die richtige Strategie und die Integration aller unserer Ressourcen. Das muss hier in Amerika passieren, aber auch in Partnerschaft mit unseren Verbündeten in Europa und anderswo. Dadurch kann eine vereinte Front gegen die Extremisten geschaffen werden, die unseren Lebensstil weltweit bedrohen.”

Laut des Pentagon könnten US-Elitesoldaten die Schlagkraft ihrer Verbündeten vervielfachen. Der irakische Regierungschef Haider al-Abadi erklärte jedoch, der Irak benötige keine ausländischen Bodentruppen.

euronews-Korrespondent Stefan Grobe kommentierte in Washington D.C.:

“Seit den Pariser Anschlägen steht Präsident Barack Obama parteiübergreifend unter Druck eine aggressivere Haltung gegenüber der IS-Miliz einzunehmen. Wie Minister Carter sagte, ist die Regierung bislang nur zu “Anpassungen” bereit. Die Botschaft an die Abgeordneten lautet: Erwartet keine schnellen und leichten Siege.”