Eilmeldung

Eilmeldung

FIFA: Erst Festnahmen, dann Reformen

Die Reformsitzung des FIFA-Exekutivkomitees ist wieder durch die Festnahme von Top-Funktionären erschüttert worden. Festgenommene Fifa-Funktionäre

Sie lesen gerade:

FIFA: Erst Festnahmen, dann Reformen

Schriftgrösse Aa Aa

Die Reformsitzung des FIFA-Exekutivkomitees ist wieder durch die Festnahme von Top-Funktionären erschüttert worden.

Gleichzeitig hat der Vorsitzende François Carrard die Neuerungen, über die beim beim Außerordentlichen FIFA-Kongress am 26. Februar 2016 abgestimmt werden soll, erstmals vorgestellt.

Künftig dürfen der Präsident und die Mitglieder eines neu geschaffenen Councils maximal zwölf Jahre im Amt sein. Die Vergütung der Funktionäre wird jährlich öffentlich gemacht. Das Council mit 36 Mitgliedern tritt an die Stelle des mächtigen Exekutivkomitees und soll eine Art Aufsichtsrat bilden.

Im neuen FIFA-Council sollen künftig mindestens sechs Frauen sitzen. Jede Konföderation soll mindestens eine
Frau in das Gremium entsenden:

“Wenn wir Reformen erreichen wollen, müssen diese aus dem inneren heraus durchgeführt werden und nicht nur von außen kommen. Als ich diese Aufgabe übernommen habe war ich nicht sicher, ob es möglich wäre.

Wir sind noch nicht fertig. Wie ich bereits sagte, es ist erst der Anfang einer neuen Ära. Aber ich denke, es ist ein Meilenstein, ich denke wir haben heute einen sehr wichtigen Schritt getan”.

Auf der letzten Sitzung des Jahres blieben einige Plätze leer. So sind FIFA-Boss Joseph Blatter und UEFA-Chef Michel Platini wegen einer dubiosen Zwei-Millionen-Franken-Transaktion von der Ethikkommission suspendiert worden und zwei Top-Offizielle wurden von der Schweizer Polizei während der Sitzung verhaftet.

Dabei handelt es sich um die FIFA-Vizepräsidenten Juan Angel Napout aus Paraguay und Alfredo Hawit Banegas aus Honduras. Sie befinden sich nun in Auslieferungshaft.