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Dresden als Vorbild - Doch Pegida in Großbritannien?

Anhänger der Anti-Islam-Bewegung hoffen, dass sie jetzt doch eine Art Pegida in Großbritannien auf die Beine stellen können. Der Mann, der die

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Dresden als Vorbild - Doch Pegida in Großbritannien?

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Anhänger der Anti-Islam-Bewegung hoffen, dass sie jetzt doch eine Art Pegida in Großbritannien auf die Beine stellen können. Der Mann, der die “Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” auf der britischen Insel etablieren will, heißt Tommy Robinson.

Während Pegida in Dresden schon seit über einem Jahr – genauer gesagt seit Oktober 2014 – existiert, waren die Versuche, Pegida in Großbritannien zu starten, bisher erfolglos geblieben. Jetzt gibt es aber erneute Versuche.

Tommy Robinson ist ein ehemaliger Chef der rechtsextremen English Defence League (EDL) – und er ist im November bei einer Pegida-Veranstaltung in Dresden aufgetreten, wo er europaweit Demonstrationen gegen die Islamisierung Europas für den 6. Februar 2016 ankündigte.
Angeblich sollen diese Proteste in der Tschechischen Republik, in Frankreich, Polen, Portugal, Sapnien, der Slovakei, den Niederlanden und natürlich in Deutschland stattfinden.

“In ganz Europa seien die Menschen von den Leuten in Dresden inspiriert worden”, erklärt Robinson in dem Video der Veranstaltung.

Die rechtsextreme EDL hatte Tommy Robinson eigentlich 2013 verlassen. Doch viele rechtsextreme Ideen vertritt er weiter.

So forderte Robinson, einen Immigrationsstopp für Muslime in den kommenden fünf Jahren in Großbritannien und das Verbot, neue Moscheen zu bauen.

Der Islam-Experte Imran Awan von der Manchester City Univsersity meint, dass Robinson zwar sage, er hasse keine Muslime, aber seine Twitter-Timeline spreche eine andere Sprache. Der Wissenschaftler sagt auch, dass Pegida von den Terrorattentaten in Paris zu profitieren wisse. Und er hälte Pegida-Ableger in europäischen Ländern und in den USA für durchaus möglich. Es sei zu früh, um zu sagen, ob es Robinson gelingen werde, andere britische Rechtsextreme um sich zu versammeln. Doch Awan hofft, dass es keine britische Pegida geben werde, weil die Integration und die britische Gesellschaft sehr darunter litten.

Bei einer Art Pegida-Unterstützer-Demonstration in Manchester im Februar 2015 hatte es mehr Gegner als Unterstützer gegeben.