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„Das ist für Syrien“ - Messerattacke in Londoner U-Bahn

Ein Mann hat in einer Londoner U-Bahn-Station mit einem Messer drei Menschen verletzt - die Polizei spricht von einem Terrorakt.

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„Das ist für Syrien“ - Messerattacke in Londoner U-Bahn

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Im Ostlondoner U-Bahnhof Leytonstone hat ein Mann, Fahrgäste mit einem Messer angegriffen. Ein 50-jähriger Mann erlitt schwere, aber nicht lebensbedrohende Stichwunden im Nacken, zwei weitere Personen kamen mit leichten Verletzungen davon.

Meinung

Das passiert, wenn Ihr Euch mit Mutter Syrien anlegt: Euer Blut wird vergossen

Der 29-jährige Angreifer wurde von der Polizei mit einem Taser niedergestreckt und festgenommen. Während der Tat rief er: “Das ist für Syrien”. Als er abgeführt wurde sagte er Augenzeugen zufolge, “das passiert, wenn Ihr Euch mit Mutter Syrien anlegt: Euer Blut wird vergossen”. Die Anti-Terrorabteilung von Scotland Yard hat die Ermittlungen übernommen.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat am Samstagabend kurz nach 19 Uhr (Ortszeit). Michael Garcia hat den Angriff miterlebt: “Ich schau mich um und sehe einen Typen auf dem Boden hinter den Schranken und einen Typen, der ein Messer schwingt. Es hatte eine kleine, etwa 7,5 cm lange Klinge und er schrie ‘Verschwindet!’ Es gab Leute, die dem Typen helfen wollten, aber der Typ neben ihm hatte ein Messer”, schildert Garcia.

LEYTONSTONE STABBING FULL VIDEO 05/12/2015 MAN STABBED IN LONDON UNDERGROUND

Die Gegend gehört zu den ethnisch am stärksten diversifizierten Stadtteilen Londons. Die London Borough of Waltham Forest, in der sich der U-Bahnhof Leytonstone befindet, hat den dritthöchsten Anteil an Muslimen unter den Londoner Stadtbezirken und den fünfthöchsten in Großbritannien.

Vor der Attacke hatte der britische Verteidigungsminister Michael Fallon gesagt, die Angriffe gegen den IS würden “die Straßen Großbritanniens sicherer” machen. Denn die Angriffe würden diejenigen treffen, die Anschläge “auf unser Volk und unsere Verbündeten vorbereiten”. Fallon äußerte sich am Samstag vor britischen Soldaten am Luftwaffenstützpunkit Akrotiri in Zypern, von wo aus die britischen Kampfjets Richtung Syrien starten.