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Frankreich wählt: Regionalwahl als Stimmungsbarometer für 2017?

Drei Wochen nach den Anschlägen vom 13. November wählen die Franzosen ihre Regionalparlamente. Es ist die letzte Abstimmung vor der

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Frankreich wählt: Regionalwahl als Stimmungsbarometer für 2017?

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Drei Wochen nach den Anschlägen vom 13. November wählen die Franzosen ihre Regionalparlamente. Es ist die letzte Abstimmung vor der Präsidentschaftswahl 2017. In zwei Durchgängen werden insgesamt 17 Regionalräte gewählt, davon vier in Übersee.

Die Wahlbeteiligung lag Hochrechnungen zufolge bei 43.01 Prozent und damit vier Prozentpunkte über der Beteiligung von 2010.

Präsident François Hollande und seine Sozialisten müssen Umfragen zufolge mit herben Verlusten rechnen. Zu Beginn des Jahres wurde die Zahl der Regionen im Kernland von 22 auf 13 reduziert. Vor der Reform regierten die Sozialisten in 21 Gebietskörperschaften, nun setzen sie auf Machterhalt in drei Regionen.

Die konservativen Republikaner (LR – Les Républicains) hatten noch vor einigen Wochen auf einen Erdruschsieg gehofft. Umfragen deuten allerdings darauf hin, dass sie Stimmen an den rechtsextremen Front National einbüßen werden.

Der könnte im ersten Wahlgang in sechs der 13 neuen Regionen im Kernland zur stärksten Partei werden. Ob er sich in der Stichwahl am kommenden Wochenende durchsetzen kann, ist allerdings fraglich.

Meinungsforschern zufolge könnte der FN in zwei der Gebietskörperschaften gewinnen: Nord-Pas de Calais-Picardie, wo Parteichefin Marine Le Pen antritt, und Province-Alpes Côte d’Azur (Paca). Dort kandidiert ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen.

Der Front National profitiert wie keine andere Partei von der Angst und Wut der Franzosen nach den Terror-Anschlägen von Paris.

Die Warnung vor einer Bedrohung durch Feinde von außen war schon vor der Terrorserie ihre Strategie gewesen.