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Flüchtlingskrise: Auch Österreich baut einen Zaun

An der österreichisch-slowenischen Grenze gibt es bald kein Durchkommen mehr, von Griechenland nach Mazedonien dürfen nur noch wenige Nationen reisen und Deutschland hat einen neuen Flüchtlingsrekord.

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Flüchtlingskrise: Auch Österreich baut einen Zaun

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Österreich hat begonnen einen Zaun an der Grenze zu Slowenien zu bauen. Die ersten Pfosten der knapp vier Kilometer langen Barriere, die Flüchtlinge davon abhalten soll, ins Land zu kommen, sind am Montag gesetzt worden. Über den Grenzübergang in der Steiermark kamen in den vergangenen Wochen teils mehrere Tausend Flüchtlinge und Migranten pro Tag nach Österreich.

Auch in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien sind die Grenzkontrollen strenger geworden. An der griechisch-mazedonischen Grenze warten Tausende auf die Weiterreise, die meisten jedoch vergeblich: Nur noch Menschen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan werden nach Mazedonien durchgelassen.

Jamal aus Marokko darf nicht weiterreisen, doch er sagt, dass es für ihn kein Zurück mehr gäbe: “An diesem Punkt können wir nicht mehr umkehren. Wir müssen weitergehen. Jeder, der es bis hierher geschafft hat, hat zwei- bis dreitausend Euro ausgegeben, es ist nicht logisch, jetzt wieder umzukehren. Wenn dann müssen sie uns in der Türkei stoppen, oder in Griechenland.”

Auch in Deutschland erhöht sich im Zuge der Flüchtlingskrise der Druck auf die Regierung: Die neue Asyl-Zwischenbilanz vom Montag zeigt, dass sich im Jahr 2015 bis Ende November fast eine Million Flüchtlinge in Deutschland registriert haben. Mit der Bearbeitung der Asylanträge kommt das Migrationsamt schon lange nicht mehr hinterher.