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Kampf im Internet, schärfere Visa-Regeln, keine Bodentruppen: Obama legt seine Anti-Terror-Strategie dar

In einer Ansprache aus dem Weißen Haus am Sonntagabend hat US-Präsident Barack Obama die Strategie seiner Regierung gegen den Terror dargelegt. Obama

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Kampf im Internet, schärfere Visa-Regeln, keine Bodentruppen: Obama legt seine Anti-Terror-Strategie dar

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In einer Ansprache aus dem Weißen Haus am Sonntagabend hat US-Präsident Barack Obama die Strategie seiner Regierung gegen den Terror dargelegt. Obama bezeichneten den Angriff von San Bernardino, bei dem 14 Menschen starben, erstmals als einen Terrorakt. Allerdings gebe es bislang keine Beweise, dass der Angriff im Ausland geplant wurde oder die Täter Teil einer Veschwörung in den USA waren, so Obama.

“In den vergangenen Jahren hat sich die terroristische Bedrohung verändert. Im Chaos im Irak und in Syrien sind Gruppen wie die IS-Miliz stärker geworden. Und weil das Internet die Distanz zwischen Ländern irrelevant macht, versuchen Terroristen, die Gedanken von Menschen wie den Boston-Bombern oder den Killern von San Bernardino zu vergiften.”

Obama kündigte ein offensiveres Vorgehen gegen die digitale Kommunikation von Terroristen und verschärfte Prüfungsverfahren bei der Vergabe von Visa an. Einen Einsatz von amerikanischen Bodentruppen in Syrien schloss er erneut aus.

“Wir sollten uns nicht in einen langen und verlustreichen Bodenkrieg im Irak oder Syrien hineinziehen lassen. Das ist genau das, was Gruppen wie die IS-Miliz wollen. Mit unserer jetzigen Strategie aus Luftangriffen, Spezialeinheiten und der Zusammenarbeit mit lokalen Kräften, die für ihr eigenes Land kämpfen, werden wir einen nachhaltigeren Sieg herbeiführen.”

Außerdem gelte es. gemeinsam mit der muslimische Welt gegen den Terror und intolerantes Gedankengut zu kämpfen. Der weitaus größte Teil der muslimischen Welt sei gegen Terror und die größte Zahl der Terroropfer weltweit seien selbst Muslime.